{"id":932,"date":"2012-05-15T10:19:09","date_gmt":"2012-05-15T08:19:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jkgrp.de\/?page_id=932"},"modified":"2012-05-15T10:25:22","modified_gmt":"2012-05-15T08:25:22","slug":"synagogen-m-r","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jkgrp.de\/?page_id=932","title":{"rendered":"Synagogen M-R"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><strong>Maikammer,1 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong><br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 92; Israel und wir 1966, S. 298<br \/>\nEine Synagoge wird f\u00fcr Maikammer vor 1780 erw\u00e4hnt. Versuche in den 1840er Jahren eine eigene Synagoge zu errichten scheiterten.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Marienthal, Stadt Rockenhausen- OT Marienthal, 2 Donnersbergkreis<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Amtsstra\u00dfe 1<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Wohnhaus (Umbau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: Synagoge besa\u00df Fachwerkgiebel; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 93; Israel und wir 1966, S. 298<br \/>\n1827 hat die j\u00fcdische Gemeinde Marienthal von Heinrich Krehbiel f\u00fcr 280 Gulden ein Anwesen mit Scheune erworben und diese zur Synagoge ausgebaut. 1899 war die Synagoge in der heutigen Amtsstra\u00dfe 1 reparaturbed\u00fcrftig, der \u00e4u\u00dfere Anstrich war sehr mangelhaft, die T\u00fcren in schlechtem Zustand, die Treppenstufen verschoben und der Innenraum feucht. Bei der Marienthaler Synagoge handelte es sich um einen verputzten Bruchsteinbau mit Fachwerkgiebeln und Kr\u00fcppelwalmdach. Das Tonnen-gew\u00f6lbe, die Halbbogenfenster und die Rundfenster bestanden aus Holz. Nach Auf-l\u00f6sung der j\u00fcdischen Gemeinde im Jahre 1912 wurde die Synagoge wieder als Scheune benutzt, sp\u00e4ter im Innern umgebaut und der bemalte Sternenhimmel entfernt. Die Halbbogenfenster und Rundfenster sind zugemauert, aber noch zu erkennen. Die Synagoge wird heute als Wohnhaus genutzt.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Meckenheim,3 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong><br \/>\nIn Meckenheim gab es 1815 einen angemieteten Bets l, der sich bis 1914 nachweisen l\u00e4sst. <\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Mehlingen,4 Landkreis Kaiserslautern<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Klosterstra\u00dfe 7<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, wurde nach 1945 abgerissen \u2013 heute Parkplatz<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\nAnmerkungen: das Geb\u00e4ude der israelitischen Schule Klostergasse 9 ist als Umbau erhalten; in der Gewanne Oberer Kinkel (heute Flugplatzgel\u00e4nde) hie\u00df ein Acker Judenacker.<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 95; Israel und wir 1966, S. 298<br \/>\nWie die standesamtlichen Urkunden belegen, wohnten in der Zeit von 1780-1844 j\u00fcdische Lehrer in Mehlingen, die auch den Vorbeterdienst im Gottesdienst versahen. Der Betraum befand sich im israelitischen Schulhaus. Mit finanzieller Unterst\u00fctzung der j\u00fcdischen Gemeinde Kaiserslautern dekorierten die Mehlinger Juden um 1830 ihren Betraum mit einer steinernen Zehn-Gebote-Tafel.<br \/>\nUm 1840 lebten in Mehlingen 80 Juden. Die J\u00fcngeren zog es in die St\u00e4dte Kaisers-lautern, Mannheim, Frankfurt und ins S rrevier, wo sie auf bessere Lebensbe-dingungen hofften. Die j\u00fcdischen Kinder der geschrumpften Gemeinde Mehlingen wurden in die israelitische Schule in Sembach eingeschult. 1860 lebten nur noch 24 Juden in Mehlingen, meist verarmte, \u00e4ltere B\u00fcrger. Das Minjan konnte nur noch schwer erbracht werden. Deshalb schlossen sich die wenigen Mehlinger Juden 1867 der Kultusgemeinde Sembach an, zu der auch Enkenbach geh\u00f6rte. Die drei Gemein-den bildeten eine Kultusgemeinde mit der Synagoge in Sembach. 1869 wurde auch die israelitische Schule in Sembach geschlossen. Die Juden von Mehlingen und Sembach schlossen sich jetzt der Kultusgemeinde Kaiserslautern an und besuchten die dortige Synagoge. 1920 sank die Zahl der Juden auf acht. Zu Beginn der NS-Zeit gab es in Mehlingen keine Juden mehr. Das Synagogengeb\u00e4ude in der Klostergasse 7 wurde nach 1945 abgerissen, heute befindet sich dort ein gepflasterter Parkplatz. Das Geb\u00e4ude der israelitischen Schule in der Klostergasse 9 ist als Umbau noch erhalten.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>M\u00fcnchweiler an der Alsenz,5 Landkreis Donnersberg<\/strong><br \/>\n(Angeschlossen: Neuhemsbach, Gonbach)<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Hauptstra\u00dfe 3 (fr\u00fcher Alsenzer Stra\u00dfe 103)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Wohnhaus (Umbau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: M\u00fcnchweiler an der Alsenz war von 1827-1834 Rabbinatssitz. Im Jahre 1827 wurde f\u00fcr Kaiserslautern und die Nordpfalz ein Rabbinatssprengel gegr\u00fcndet. Moses Cohen war der erste Rabbiner und residierte von 1827-1834 in M\u00fcnchweiler\/Alsenz; 1834 wurde der Rabbinatssitz nach Kaiserslautern verlegt.<br \/>\nVerzeichnet: Heidingsfelder 1884, S. 101; F\u00fchrer 1932, S. 313; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 93<br \/>\nDas Haus in der Hauptstra\u00dfe 3 wurde von 1804-1806 zur Synagoge ausgebaut, die Baukosten 1837 mit 4000-5000 Gulden beziffert. Zwischen 1866-1869 wurden im Obergeschoss der Synagoge eine Lehrerwohnung und ein Schuls l eingerichtet. Der 1886 gegr\u00fcndete Synagogenchorverein gab allj\u00e4hrlich ein Konzert mit anschlie\u00dfender Tanzunterhaltung. 1902 hat Bezirksamtmann P\u00f6hlmann sowohl im Innern als auch am \u00c4u\u00dfern der Synagoge M\u00e4ngel festgestellt, die 1903 und 1904 behoben wurden. Die Ende 1910 durchgef\u00fchrte Renovierung der Synagoge kostete 1200 Mark. Zur Bestreitung der Kosten dachte man an den Verkauf des Badehauses (Mikwe).<br \/>\nW\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 drangen ortsans\u00e4ssige SA-M\u00e4nner, unter der F\u00fchrung von Willi D\u00f6rr, in die Synagoge ein, verw\u00fcsteten den Raum, warfen die zerschlagenen Kultgegenst\u00e4nde und Gebetb\u00fccher zum Verbrennen auf die Stra\u00dfe. Mit der Mistgabel stocherte B\u00fcrgermeister Jakob M\u00fcller in den brennenden Gebetb\u00fcchern herum und hob sie in die H\u00f6he, damit sie besser Feuer fingen. 1939 musste das ruinierte Geb\u00e4ude f\u00fcr 1700 Reichsmark an die Gemeinde M\u00fcnchweiler zwangsverkauft werden. 1945 waren franz\u00f6sische Kriegsgefangene als Zwangsarbeiter in dem Geb\u00e4ude untergebracht. 1950 erhielt die J\u00fcdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz durch Beschluss des Landgerichts die Synagoge zur\u00fcck. 1953 verkaufte die J\u00fcdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz f\u00fcr 9000 DM das Geb\u00e4ude an die Gemeinde M\u00fcnchweiler, die es seit 1958 als B\u00fcrgermeisteramt nutzte. 1990 kaufte ein B\u00e4cker-meister das Geb\u00e4ude und baute es zu einem Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus um. Die Struktur der Synagoge ist noch erkennbar, denn bis auf eine neue Dacheindeckung ist der Bau \u00e4u\u00dferlich wenig ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>M\u00fcnsterappel,6 Donnersbergkreis<\/strong><br \/>\nZwischen 1802 und 1804 wurde in einem Privathaus eine kleine Betstube eingerichtet und bis zum Synagogenneubau 1834 benutzt.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>M\u00fcnsterappel,7 Donnersbergkreis<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Hintergasse 7<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Wohnhaus (Umbau nach 1880)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: es gab zwei Mikwen, im Haus der Familie H \u00df in der Hintergasse ist eine davon noch gut erhalten; im Haus daneben, Ecke Kirchgasse-Hintergasse, betrieb Michael Mayer von 1825 bis in die 1850er Jahre eine Matzenb\u00e4ckerei, Juden aus der gesamten Nordpfalz sollen bei ihm Kunden gewesen sein;8 j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\nF\u00fcr die wachsende Gemeinde plante man schon 1819 einen Synagogenneubau. Nach langen internen Auseinandersetzungen scheiterte dieser Plan. Dennoch kam es 1834 zum Bau einer neuen Synagoge in der heutigen Hintergasse 7. Sie war ein einfacher Bau ohne Schmuckelemente. \u00dcber der Eingangst\u00fcr standen in hebr\u00e4isch die Worte: EINGANG DER GERECHTEN. Bis 1875 fanden in der Synagoge Schule und Gottesdienst statt. Nach Aufl\u00f6sung der israelitischen Kultusgemeinde im Jahre 1880 wurde die Synagoge zum Wohnhaus umgebaut.<\/p>\n<p align=\"justify\"> Mu\u00dfbach, Stadt Neustadt a.d.W. OT Mu\u00dfbach9<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Kurpfalzstra\u00dfe 4 (fr\u00fcher Hauptstra\u00dfe)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus (Umbau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 102; F\u00fchrer 1932, S. 310; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 91<br \/>\nDie Synagoge ist ein bescheidenes Geb\u00e4ude. Ihr Ursprung geht auf einen Vorg\u00e4nger-bau von 1793 zur\u00fcck. Nach einem Brand im Jahre 1901 baute die j\u00fcdische Kultusge-meinde das Geb\u00e4ude wieder auf. Die Synagoge wurde 1936 f\u00fcr 900 Reichsmark an einen B\u00e4ckermeister verkauft und blieb deshalb 1938 von Zerst\u00f6rungen verschont. 1950 musste der Eigent\u00fcmer nach einem Urteil der Wiedergutmachungskammer in Frankenthal eine Nachzahlung von 400 DM an die J\u00fcdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz leisten. Der zweigeschossige Bau wurde beim Umbau stark ver\u00e4ndert und ist Teil einer B\u00e4ckerei.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Mutterstadt,10 Rhein-Pfalz-Kreis<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Oggersheimer Stra\u00dfe 24<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, abgerissen (1939) \u2013 heute Bauernhof (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: eine kleine Hinweistafel ist am Ort der Synagoge an einer Umfassungs-mauer angebracht; seit 1990 ist im Ehrenhof des allgemeinen Friedhofs eine Gedenktafel angebracht, die an die zerst\u00f6rte Synagoge und an die Deportation der Mutterstadter Juden erinnert.<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: die Synagoge besa\u00df eine Orgel; die Synagogenfenster sollen mit fig\u00fcrlichen Darstellungen geschm\u00fcckt gewesen sein; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 102; F\u00fchrer 1928, S. 136; F\u00fchrer 1932, S. 310; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 89<br \/>\nBereits 1815 gab es in Mutterstadt eine Synagoge. Der Bau einer neuen Synagoge konnte 1838 wegen Mittellosigkeit der Gemeindemitglieder nicht vollendet werden. Dies gelang erst mit Unterst\u00fctzung der politischen Gemeinde Mutterstadt. Nach dem Einsturz der Frauenempore kam es 1868 zu einer gr\u00fcndlichen Erneuerung. Der erneuerte Bau, der in der Oggersheimer Stra\u00dfe stand, wurde im Sommer 1871 eingeweiht. Doch schon 1904 gen\u00fcgte er nicht mehr den Anspr\u00fcchen der j\u00fcdischen Gemeinde, so dass man sich zu einem Erweiterungsbau entschloss, der einem Neubau gleichkam. Die Einweihung der neuen Synagoge fand 1905 statt. Sie war ein kleiner Putzbau mit f\u00fcnf Fensterachsen. Die Fassade zeigte Ziegelmauerwerk mit Haustein-gliederung. Ein Dachreiter mit Kuppel schloss den Bau ab. Entgegen dem strengen Bilderverbot sollen, nach Angaben eines Zeitzeugen, sieben fig\u00fcrliche Darstellungen ber\u00fchmter Gestalten aus der Geschichte Israels wie Abraham und Moses die Fenster geschm\u00fcckt haben. Am fr\u00fchen Morgen des 10. November 1938 steckten ortsans\u00e4ssige Parteimitglieder die Synagoge an, w\u00e4hrend die SA das Gel\u00e4nde so lange absperrte, bis sie v\u00f6llig ausgebrannt war. Zu den vernichteten Einrichtungsgegenst\u00e4nden geh\u00f6rte auch eine Orgel, die 1960 auf 7000 DM gesch\u00e4tzt wurde. 1938\/1939 erfolgte der Abriss der Ruine. Die J\u00fcdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz verkaufte 1956 das Grundst\u00fcck f\u00fcr 3850 DM an einen Landwirt. Auf dem Platz der Synagoge befindet sich heute ein Bauernhof.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Neuleinigen,11 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Mittelgasse<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute protestantische Kirche<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: eine Gedenktafel ist an der Kirche angebracht<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: eine Kirche wird zur Synagoge und wieder zur Kirche<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 105<br \/>\nDie j\u00fcdische Gemeinde kaufte 1822 die protestantische Kirche und richtete ihre Synagoge ein. Zuvor besa\u00df sie einen Betraum. 1902 wurde die Synagoge an die Gemeinde Neuleiningen verkauft. Sie ist heute wieder eine protestantische Kirche.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Neustadt a.d.W.12<\/strong><br \/>\nDie mittelalterliche Synagoge stand im westlichen Teil des \u201evicus Judeorum\u201c (Juden-viertel)) in der N\u00e4he der Stadtmauer auf einem Areal, das heute im Wesentlichen vom Kaufhaus Karstadt \u00fcberbaut ist.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Neustadt a.d.W.,13 Hintergasse 28<\/strong><br \/>\nDas R\u00fcckgeb\u00e4ude des Anwesens Hintergasse 28 beherbergte eine Synagoge, die zu einer nicht bekannten Zeit erbaut, um 1760 bauf\u00e4llig geworden war. Deshalb lie\u00df neben ihr der Handelsmann Abraham Liebmann einen Neubau errichten und stellte ihn seiner Gemeinde zur Verf\u00fcgung. 1839 wird das Anwesen als \u201eWohnhaus zur Synagoge dienend\u201c bezeichnet. 1854 gelangte es als Geschenk von Henriette Liebmann in den Besitz der j\u00fcdischen Kultusgemeinde, die es 1868 nach Fertigstel-lung der neuen Synagoge in der Ludwigstra\u00dfe wieder verkaufte.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Neustadt a.d.W.,14 Synagoge in der Ludwigstra\u00dfe<\/strong><br \/>\n(Angeschlossen: Lachen)<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Ludwigstra\u00dfe 20<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1938 zerst\u00f6rt und 1939 abgerissen \u2013 heute Reihen-hausanlage (Neubau 1985)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: 1954 wurde in der Ludwigstra\u00dfe ein Gedenkstein errichtet, der wegen der Bebauung des Synagogengel\u00e4ndes auf den j\u00fcdischen Friedhof gebracht wurde. Der Text auf dem Stein lautet: \u201eDen Opfern aus der Pfalz zum Gedenken 1933-1945\u201c; seit 1988 gibt es einen neuen Gedenkstein im Eingangsbereich des Verwaltungsgeb\u00e4udes in der Ludwigstra\u00dfe.<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: die Synagoge besa\u00df eine Orgel; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S.106; F\u00fchrer 1928, S. 136; F\u00fchrer 1932, S. 311; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 91<br \/>\nDie Synagoge in der Ludwigstra\u00dfe wurde 1865-1867 nach Pl\u00e4nen des Bauassistenten beim Landkommissariat Neustadt Karl Kreitner im maurisch-romanischen Stil erbaut. Im Jahre 1899 erhielt sie eine neue Orgel. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 wurde die Synagoge in Brand gesteckt. An der Brandstiftung waren \u00fcber drei\u00dfig Personen beteiligt. Die Inneneinrichtung wurde zerschlagen, die Tr\u00fcmmer zu einem Haufen aufgeschichtet und mit Benzin \u00fcbergossen, die Gebetb\u00fccher hinausgeworfen und die Opferb\u00fcchsen aufgebrochen. Die Synagoge brannte v\u00f6llig aus. Den Juden wurde gestattet, ihren Gottesdienst in einer Privatwohnung abzuhalten. 1939 \u00fcbernahm die Stadt das Synagogengel\u00e4nde (Ludwigstra\u00dfe 20) und das Gel\u00e4nde des Altersheimes (Karolinenstra\u00dfe 119). Die Ruine wurde abgerissen und 1939 auf dem Synagogenplatz ein Fuhrpark errichtet. Auf dem Synagogengel\u00e4nde, das sich im Besitz der J\u00fcdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz befindet, wurde 1954 ein Gedenkstein f\u00fcr die Opfer aus der Pfalz aufgestellt. Dieser wurde in den 1980er Jahren wegen der Bebauung des Synagogengel\u00e4ndes &#8211; Errichtung einer Reihenhausanlage &#8211; entfernt und auf dem j\u00fcdischen Friedhof aufgestellt. 1988 wurde im Eingangsbereich des Verwaltungsgeb\u00e4udes ein neuer Gedenkstein errichtet.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Neustadt a.d.W., 15 Altersheim in der Karolinenstra\u00dfe<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: das j\u00fcdische Altersheim in der Karolinenstra\u00dfe 119 (heute Hauberallee 13)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1938 zerst\u00f6rt und sp\u00e4ter abgerissen \u2013 heute: 1960er Jahre Elternheim (Neubau), bis 1997 Jugendheim, steht heute leer<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: eine Gedenktafel ist im Boden eingelassen<br \/>\nIm Altersheim in der Karolinenstra\u00dfe 119 (heute Hauberallee 13), das 1912 errichtet wurde, befand sich seit 1914 im ersten Stock der schlichte grau-gr\u00fcn get\u00e4felte Bets l. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht wurden Altersheim und Synagoge in Brand gesteckt und zerst\u00f6rt. M\u00e4nner mit geschw\u00e4rzten Gesichtern zerschlugen mit \u00c4xten die T\u00fcr des Altersheims, misshandelten die Heimleiterin, drangen in die Zimmer ein, verpr\u00fcgelten die Heiminsassen und jagten sie aus dem Haus. Danach wurden der Speises l und einige Zimmer in Brand gesteckt. Das Geb\u00e4ude und die Synagoge brannten v\u00f6llig aus. Dabei kamen die 83-j\u00e4hrige Fanny Bender und die 83-j\u00e4hrige Camilla H s ums Leben. Auf dem Platz des ehemaligen Altersheimes wurde in den 1960er Jahren ein moderner Geb\u00e4udekomplex errichtet, in dem sich das J\u00fcdische Elternheim befand.<br \/>\nVor dem ehemaligen j\u00fcdischen Altersheim wurde im Rahmen der \u201eStolperstein-Aktion\u201c eine Gedenktafel verlegt, die auf die Geschehnisse der Reichspogromnacht hinweist.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Neustadt a.d.W., 16 Elternheim in der Hauberallee<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: das j\u00fcdische Elternheim in der Hauberallee 13 (fr\u00fcher Karolinenstra\u00dfe 119)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: 1960er Jahre Elternheim &#8211; bis 1997 Jugendheim, steht heute leer<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: eine Gedenktafel ist im Boden eingelassen<br \/>\nIn dem j\u00fcdischen Elternheim in der Hauberallee diente ein S l mit einhundert Pl\u00e4tzen als Synagoge und zugleich als Gebets l der J\u00fcdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz. Diese Synagoge wurde 1987 nach der Aufl\u00f6sung des j\u00fcdischen Eltern-heimes geschlossen und Toraschrank mit Torarollen in die Synagoge in der Bastei-gasse nach Kaiserslautern gebracht, die damals die einzige aktive Synagoge in der Pfalz war. Das Geb\u00e4ude war bis 1997 an das CJD (Christliche Jugenddorf) vermietet, seit dieser Zeit steht der Geb\u00e4udekomplex zum Verkauf. Vor dem j\u00fcdischen Alters-heim wurde im Rahmen der \u201eStolperstein-Aktion\u201c eine Gedenktafel verlegt, die auf die Geschehnisse der Reichspogromnacht hinweist.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Neustadt a.d.W.,17 Verwaltungsgeb\u00e4ude in der Ludwigstra\u00dfe<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Ludwigstra\u00dfe 20, Verwaltungsgeb\u00e4ude<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: Verwaltungsgeb\u00e4ude der J\u00fcdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: ein Gedenkstein befindet sich auf dem Platz der Synagoge<br \/>\nDirekt neben dem fr\u00fcheren Synagogengel\u00e4nde steht das 1909 erbaute Schul- und Verwaltungsgeb\u00e4ude der j\u00fcdischen Gemeinde. Es wurde in der NS-Zeit von der HJ (Hitlerjugend) benutzt. Im Obergeschoss dieses Geb\u00e4udes befand sich von 1951 bis 1960 ein Bets l. Im Jahre 1987 wurde das Geb\u00e4ude renoviert und ist heute Ver-waltungssitz der J\u00fcdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Niederkirchen,18 Landkreis Kaiserslautern<\/strong><br \/>\n(Angeschlossen: Relsberg)<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Talstra\u00dfe 15 (fr\u00fcher Haus Nr. 38)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1938 zerst\u00f6rt und abgerissen \u2013 heute Bauernhof (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: von Synagoge und Judenschule sind Pl\u00e4ne erhalten; zwei j\u00fcdische Friedh\u00f6fe vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: F\u00fchrer 1932, S. 313; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 93<br \/>\nDie israelitische Gemeinde kaufte 1842\/1843 die von Michael G\u00f6ttel 1833 errichtete Scheune und lie\u00df sie 1852\/1858 zur Synagoge und Schule umbauen. Im Erdgeschoss befand sich die M\u00e4nnersynagoge sowie ein Zimmer mit K\u00fcche. Im Obergeschoss waren die Frauenempore, ein Lehrs l und ein weiteres Zimmer. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 wurde die Synagoge in Brand gesteckt und v\u00f6llig zerst\u00f6rt. Dabei verbrannte auch das Reisegep\u00e4ck von Frau Bella Mayer, die vor\u00fcbergehend in der Synagoge wohnte, w\u00e4hrend sie sich an diesem Tag auf dem amerikanischen Konsulat in Stuttgart aufhielt, um die Ausreisepapiere abzuholen. Die Synagogenruine<br \/>\nwurde abgerissen, das Grundst\u00fcck 1961 an einen Landwirt verkauft. Auf dem Synagogengel\u00e4nde steht heute ein gro\u00dfer Stall.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Obermoschel,19 Landkreis Donnersberg<\/strong><br \/>\n(Angeschlossen: Niedermoschel)<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Synagogenstra\u00dfe (fr\u00fcher Mathildenstra\u00dfe)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Wohnhaus (total umgebaut)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: eine kleine Hinweistafel ist am Geb\u00e4ude angebracht.<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: im Rundbogenportal befand sich eine hebr\u00e4ische Inschrift (Psalm 118,20);20 j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 111; F\u00fchrer 1932, S. 314; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 93<br \/>\nDie seit 1792 vorhandene Synagoge stand auf dem Anwesen Jacob Landsberg. Erst 1814 erwarben die Juden das Anwesen. Das Geb\u00e4ude war so marode, dass es abgetragen werden musste. An derselben Stelle entstand 1841 ein Neubau, bestehend aus einem gro\u00dfes Wohnhaus mit Synagoge. Die Fassade war durch Lisenen und Rundbogenfenster gegliedert. Das Rundbogenportal hatte eine hebr\u00e4ische Inschrift (Psalm 118,20). Der Bets l befand sich im Obergeschoss, von au\u00dfen erkennbar an den rundbogigen Fenstern und der Rosette an der Ostseite. Die Decke hatte einen Sternenhimmel. Im Erdgeschoss befand sich die Wohnung des Vorbeters und Lehrers. 1911 wurden aufw\u00e4ndige Renovierungsarbeiten vorgenommen. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 wurden die Haust\u00fcr, f\u00fcnf wertvolle Buntglasfenster und die Inneneinrichtung zerst\u00f6rt. W\u00e4hrend des Krieges waren in dem Geb\u00e4ude franz\u00f6sische Kriegsgefangene und Ostarbeiter untergebracht. 1972 wurde das Anwesen in der Mathildenstra\u00dfe 1 an Privatleute verkauft und 1972\/1973 in ein Wohnhaus umgebaut. Das \u00c4u\u00dfere der Synagoge ist durch Renovierungs- und Umbauarbeiten bis zur Unkenntlichkeit ver\u00e4ndert. Der Portalbogen mit hebr\u00e4ischer Inschrift wird im Keller von Rainer Schlund aufbewahrt.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Obers\u00fclzen,21 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong><br \/>\n1815 besa\u00dfen die sechs Juden des Dorfes einen Betraum, den auch die sechsundsech-zig Juden aus Obrigheim besuchten.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Obrigheim,22 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Hauptstra\u00dfe 44<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, wurde Mitte der 1970er Jahre abgerissen \u2013 heute Wohnhaus (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: Synagoge wird Kirche; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 112<br \/>\nAus einem Schreiben des Vorstandes der israelitischen Kultusgemeinde von 1826 an die Regierung des Rheinkreises geht hervor, dass die Synagoge, ein Betraum im Hause des Juden Lazarus Emanuel, schon seit langer Zeit (Mitte\/Ende des 18. Jahrhunderts) besteht und f\u00fcr die stark gewachsene j\u00fcdische Gemeinde zu klein geworden war. In der Kellergasse hatte die j\u00fcdische Gemeinde ein Geb\u00e4ude erworben, um eine Synagoge zu errichten, doch das Baugesuch wurde von der Kreisregierung wegen zu hoher Kosten abgelehnt. 1836 ersteigerten Lazarus Emanuel und Jakob L\u00f6wenstein von Jakob Schuster f\u00fcr 1.500 Gulden dessen Scheune und Stall. Nach dem Abriss der Geb\u00e4ude wurde auf dem Gel\u00e4nde 1837 die Synagoge errichtet. Die Synagoge stand in der Hauptstra\u00dfe, nahe der protestantischen Kirche, hatte die Geb\u00e4udenummer 20, heute Hauptstra\u00dfe 44. 1903 beantragte die stark geschrumpfte israelitische Kultusgemeinde (noch elf Mitglieder) ihre Aufl\u00f6sung und Zuteilung zur israelitischen Kultusgemeinde Gr\u00fcnstadt. Nachdem die j\u00fcdische Gemeinde Obrigheim am 01. Januar 1904 mit der von Gr\u00fcnstadt vereinigt worden war, verkaufte diese im gleichen Jahr das leerstehende Geb\u00e4ude an einen Privatmann, der es an den Turn- und Sportverein weiter ver\u00e4u\u00dferte. In beiden Weltkriegen diente die Synagoge der Gemeinde als Kriegsgefangenenlager und seit 1948 den Katholiken als Notkirche St. \u00c4gidius. Nachdem diese das Geb\u00e4ude nicht mehr ben\u00f6tigten, verkaufte es der Turnverein 1970 an einen Privatmann, der es abrei\u00dfen und auf dem Grundst\u00fcck ein Wohnhaus errichten lie\u00df.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Odenbach am Glan,23 Landkreis Kusel<\/strong><br \/>\n(Angeschlossen: Lauterecken)<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: K\u00fcmmelstra\u00dfe (fr\u00fcher Kirchhofstra\u00dfe)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Museum<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: erhalten hebr\u00e4ische Portalinschrift (Psalm 118,20), Frauenempore, Toranische, Reste von Bemalung (18. Jahrhundert), Genisa-Funde; Denkmalschutz seit 1986; 1989 wurde mit Renovierungsarbeiten begonnen; 1996 wurde die Synagoge offiziell als Museum eingeweiht; kurz darauf wurde Hausschwamm festgestellt, deshalb \u00f6ffentlich nicht mehr zug\u00e4nglich; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\nVerzeichnet: Heidingsfelder 1884, S. 112; F\u00fchrer 1932, S. 314; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 93<br \/>\nDie Synagoge ist ein eingeschossiges massives Geb\u00e4ude aus dem Jahre 1752. Au\u00dfen gleicht sie mit Ausnahme einfach sandsteingerahmter Rundbogenfenster den umlie-genden bescheidenen Bauernh\u00e4usern. Eine schmale Treppe f\u00fchrt zu den beiden T\u00fcren: links zur Stiege auf die Frauenempore, rechts zur Eingangst\u00fcr der M\u00e4nnersynagoge. \u00dcber beiden tr\u00e4gt ein gemeinsamer Sturz die hebr\u00e4ische Inschrift: DIES IST DAS TOR GERECHTE GEHEN DORT HINEIN (Psalm 118,20) sowie die Jahreszahl 5512 (1752). W\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 wurde die Inneneinrichtung zerst\u00f6rt, das Geb\u00e4ude blieb jedoch erhalten. W\u00e4hrend des Krieges diente das Geb\u00e4ude als Abstellraum, danach als Getreidelager.<br \/>\nDie J\u00fcdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz verkaufte 1952 die Synagoge mit dem dazugeh\u00f6rigen Grundst\u00fcck f\u00fcr 1500 DM an einen Odenbacher Landwirt. Die urspr\u00fcnglichen Wandmalereien, die unter mehreren \u00dcbermalungen noch erhalten sind, stammen aus der Zeit um 1752. Das Geb\u00e4ude wurde 1986 unter Denkmalschutz gestellt und Ende der 1980er\/Anfang der 1990er Jahre innen und au\u00dfen f\u00fcr 800.000 DM aufwendig restauriert. Heute ist es ein Synagogenmuseum. Die sp\u00e4tbarocke Syna-gogenmalerei an W\u00e4nden und Decke, die reiche Pflanzenornamentik und hebr\u00e4ische Schriftzeichen sind freigelegt.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Odernheim,24 Landkreis Bad Kreuznach<\/strong> (geh\u00f6rte bis zur Gebietsreform 1969\/1972 zum Landkreis Rockenhausen, heute Donnersbergkreis.)<br \/>\nDie Odernheimer Juden besuchten die Synagoge in Staudernheim; ab 1824 eine Betstube, die sich in einem Privathaus in Odernheim befand. Seit 1832 besa\u00dfen die Juden von Odernheim eine Synagoge. Diese brannte um 1900 aus unbekannter Ursache ab. Die Ruine wurde, da sich die Gemeinde bereits aufgel\u00f6st hatte, an einen Privatmann verkauft.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Offenbach-Hundheim OT Offenbach,25 Landkreis Kusel<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Hauptstra\u00dfe 80<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1955 abgerissen \u2013 heute Gemeindehaus (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: zwei j\u00fcdische Friedh\u00f6fe vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 113<br \/>\nDie Synagoge wurde um 1832 erbaut. Die Vorderansicht des Geb\u00e4udes zeigt die schlichte und klare Form einer Tempelfront. Die auffallenden Gesimse, die Rundb\u00f6-gen \u00fcber Portal und Fenstern, die Ornamentik \u00fcber dem Portal, die kleinen runden Ma\u00dfwerkfenster oberhalb der Rundb\u00f6gen und schlie\u00dflich das Giebel- oder Tempel-dreieck bringen deutlich den Baustil des Klassizismus zum Ausdruck. Die Synagoge war 8,75 m lang und 8,45 m breit. 1936 kaufte die Gemeinde Offenbach Synagoge und israelitische Schule f\u00fcr 4000 Reichsmark. Die Schule, die neben der Synagoge stand, wurde abgetragen. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht blieb die Synagoge unbehelligt. Sie wurde sp\u00e4ter verputzt, auf H\u00f6he der Empore eine Decke eingezogen und oben eine kleine Wohnung eingerichtet. Die Gemeinde Offenbach akzeptierte 1949 die vom Gericht im Zuge der Restitution festgesetzte Nachzahlung in H\u00f6he von 1250 DM und behielt das Geb\u00e4ude. Von 1949-1955 wurde die Synagoge von einem Schreinermeister als Werkstatt und Ausstellungsraum genutzt, danach abgerissen und an gleicher Stelle, Hauptstra\u00dfe 80, ein Gemeindehaus errichtet, das fast auf dem Grundriss von Synagoge und israelitischer Schule steht. Eine Gedenktafel ist nicht vorhanden.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Otterberg,26 Landkreis Kaiserslautern<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Kirchstra\u00dfe 19a<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Wohnhaus (Umbau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: die erhaltene hebr\u00e4ische Portalinschrift ist eingemauert; in der unmittelbaren Nachbarschaft gab es im 19. Jahrhundert eine Mikwe am Otterbach.<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 116<br \/>\nZu Beginn des 19. Jahrhunderts kamen Juden aus benachbarten Orten und anderen pf\u00e4lzischen Territorien nach Otterberg. Sie hatten sp\u00e4testens ab 1835 in der Kirchgasse (Hintergasse) einen Bets l, daneben ein kleines Schulgeb\u00e4ude und eine Mikwe direkt am Otterbach. 1847 beantragte die j\u00fcdische Gemeinde den Umbau der Synagoge, was ihr gew\u00e4hrt wurde. Es handelt sich um einen Mauerwerkbau mit Rundbogenfenstern und hebr\u00e4ischer Portalinschrift (Psalm 118,20). \u00dcber dem an der Westseite gelegenen Eingang gab es eine Treppe als Zugang zur Frauenempore. Die Synagoge wurde nach 1880 verkauft und 1902 zu einem Wohnhaus umgebaut. Seit 2002 sind an der Nordseite die freigelegten Rundbogenfenster wieder zu erkennen. Die hebr\u00e4ische Inschrift wurde als Bauspolie in den hinteren Teil des Geb\u00e4udes eingemauert.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Otterstadt,27 Rhein-Pfalz-Kreis<\/strong><br \/>\nEine Synagoge, bei der es sich wohl um eine Betstube im Haus eines j\u00fcdischen Eigent\u00fcmers handelte, wird erstmals 1773 erw\u00e4hnt. Sie befand sich sehr wahrschein-lich auf dem Gel\u00e4nde des heutigen Anwesens Mannheimer Stra\u00dfe 53 und war ein bescheidener Bau von gut 30 Quadratmetern Grundfl\u00e4che.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Otterstadt,28 Rhein-Pfalz-Kreis<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: nicht bekannt<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 116; Israel und wir 1966, S. 298<br \/>\n1845 errichteten die Otterstadter Juden eine neue Synagoge, \u00fcber deren Aussehen nur bekannt ist, dass eine Holzwand mit Glasfenstern die Frauenabteilung vom \u00fcbrigen Raum trennte. Die 1908 noch voll funktionsf\u00e4hige Synagoge war beim Verkauf des gesamten Anwesens an die Eheleute Joseph Katz 1926 weitgehend verfallen und wurde im folgenden Jahr abgerissen.<\/p>\n<p align=\"justify\">. <strong>Pirmasens, Stadt Pirmasens<\/strong><br \/>\n( Synagogen in der S\u00fcdwestpfalz, Pirmasens, S. XY<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> Pleisweiler,29 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong><br \/>\nIm 19. Jahrhundert gab es in Pleisweiler eine eigene j\u00fcdische Kultusgemeinde, deren Synagoge in der Sch\u00e4fergasse stand. Da die Gemeinde 1901 nur noch zw\u00f6lf Mitglie-der hatte, wurde sie aufgel\u00f6st und der Kultusgemeinde Bergzabern zugewiesen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Rathskirchen,1 Donnersbergkreis<\/strong><br \/>\nEine Synagoge ist f\u00fcr Rathskirchen nicht direkt nachzuweisen. Jedoch kann auf die Existenz einer Betstube am Ende 18. Jahrhundert\/Anfang 19. Jahrhundert ge-schlossen werden, da 1808 Simon Ullmann als Lehrer in Rathskirchen wirkte. Dieser Lehrer war immer Vorbeter. Der Betraum, den wahrscheinlich auch die Juden von Rudolphskirchen benutzten, d\u00fcrfte sich im Haus eines Juden befunden haben. Auch nach lokaler Erz\u00e4hltradition hat es in Rathskirchen eine Synagoge (Betstube) gegeben. Ein Grabstein vom ehemaligen j\u00fcdischen Friedhof liegt unter Gestr\u00fcpp versteckt an eine Eiche angelehnt (Sommer 2003).<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> Reipoltskirchen,2 Landkreis Kusel<\/strong><br \/>\nNoch in der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts geh\u00f6rten die Reipoltskirchener Juden zur Synagogengemeinde Teschenmoschel. Elias Hirsch, dessen Nachkommen 1808 den Familiennamen Gr\u00fcnebaum annahmen, richtete wegen der zu gro\u00dfen Entfernung nach Teschenmoschel noch in kurpf\u00e4lzischer Zeit auf eigene Kosten in Reipoltskir-chen eine Synagoge ein und lie\u00df Torarollen anfertigen. Der neuen Synagoge in Rei-poltskirchen wurden die Juden in Nu\u00dfbach und Hefersweiler angegliedert.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Rheing\u00f6nheim, Stadt Ludwigshafen OT Rheing\u00f6nheim<\/strong><br \/>\nIn Rheing\u00f6nheim gab es seit 1815 eine Betstube, deren Standort nicht bekannt ist.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> Rheing\u00f6nheim, Stadt Ludwigshafen OT Rheing\u00f6nheim5<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Hauptstra\u00dfe 246 (fr\u00fcher Hauptstra\u00dfe 86)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Wohnhaus (Umbau 1949)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: seit 1983 ist eine Gedenktafel am Geb\u00e4ude angebracht.<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 124; F\u00fchrer 1932, S. 311; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 89<br \/>\nSeit 1873 befand sich die Synagoge in einem hierzu umgebauten Wohnhaus in der Hauptstra\u00dfe 246. Dabei dienten die vorderen R\u00e4ume im Erdgeschoss als Betraum. 1928 wurde das Geb\u00e4ude an Privatleute vermietet und im M\u00e4rz 1938 f\u00fcr 7500 Reichsmark an die Gemeinde Rheing\u00f6nheim verkauft. Dadurch blieb es in der Reichspogromnacht unbehelligt. W\u00e4hrend des Krieges diente das Geb\u00e4ude als Unterkunft f\u00fcr den weiblichen Arbeitsdienst, wurde aber sp\u00e4ter abgerissen. 1949 entstand auf seinen Fundamenten ein Wohnhaus.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Rockenhausen,6 Donnersbergkreis<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: in der Grad Ga\u00df<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: Kahnweilersches Haus<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\nEinen ersten Hinweis auf eine organisierte j\u00fcdische Gemeinde in Rockenhausen gibt es seit 1808. \u00dcber viele Jahre musste die Kultusgemeinde ihre Gottesdienste in angemieteten R\u00e4umen abhalten. Von 1811 bis mindestens 1885 befand sich das als Betstube genutzte Lokal in einem bauf\u00e4lligen Nebengeb\u00e4ude des fr\u00fcheren Kahn-weilerschen Hauses in der Luitpoldstra\u00dfe 20, Geb\u00e4ude Nr. 250 in der Grad Ga\u00df. Der von Manasses Kahnweiler erbaute Bets l stand der j\u00fcdischen Gemeinde unentgeld-lich zur Verf\u00fcgung. Unter seinem Sohn Heinrich kam es wegen der Benutzung der Synagoge zu massiven Auseinandersetzungen mit der j\u00fcdischen Kultusgemeinde. 1848 z\u00e4hlten zur Synagogengemeinde Rockenhausen die Filialsynagoge in Marienthal mit einhundertzehn Juden, die D\u00f6rfer Bisterschied (zehn Juden), D\u00f6rnbach (vier-undzwanzig Juden), D\u00f6rrmoschel (achtundf\u00fcnfzig Juden), Kriegsfeld (neun Juden), Teschenmoschel (sechsundf\u00fcnfzig Juden), Waldgrehweiler (siebenundvierzig Juden) und W\u00fcrzweiler (zehn Juden).<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Rockenhausen,7 Landkreis Donnersberg<\/strong><br \/>\n(Angeschlossen: Dielkirchen, Marienthal)<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Gutenbrunnenstra\u00dfe 1<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1976 abgerissen \u2013 heute Parkplatz<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: Gedenktafel vorhanden<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: der Chanukkaleuchter befindet sich im Heimatmuseum; zwei j\u00fcdische Friedh\u00f6fe vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 125; F\u00fchrer 1932, S. 314; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 93<br \/>\nWegen des unsicheren Status im Anwesen Kahnweiler reiften erste Pl\u00e4ne, eine neue Synagoge zu bauen. 1865 legte Bezirksbauschaffner Rosenthal detaillierte Planzeich-nungen und einen Kostenvoranschlag vor. Der Neubau scheiterte jedoch an den fehlenden finanziellen Mitteln. In der Folgezeit versuchte man ein geeignetes Anwesen zu kaufen, um dort Synagoge und Schule einzurichten. 1885 erteilte die Regierung endlich die Genehmigung zum Erwerb des Limbacherschen Hauses in der Gutenbrunnenstra\u00dfe 1; hier wurden Schule und Synagoge errichtet. Zur feierlichen Einweihung von Schule und Synagoge am 13. August 1886 bewegte sich ein Festzug vom alten Bets l zum neuen in der Gutenbrunnenstra\u00dfe. Die alte Synagoge wurde \u00fcbernommen. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge zerst\u00f6rt, Hunderte Neugieriger sahen den besch\u00e4menden Vorg\u00e4ngen zu. Nazis aus Rockenhaussen waren auch an der Zerst\u00f6rung der Synagoge in Kirchheimbolanden beteiligt. Das Anwesen der j\u00fcdischen Gemeinde musste 1941 an die Gemeinde Rockenhausen zwangsweise \u00fcbereignet werden. W\u00e4hrend des Krieges war in der Synagoge eine Luftschutzschule untergebracht. Nach dem Krieg erhielt die J\u00fcdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz das Geb\u00e4ude zur\u00fcck, verkaufte es an die Stadt Rockenhausen, die 1976 das eineinhalbstockige Geb\u00e4ude im Zuge der Stadtsa-nierung abrei\u00dfen lie\u00df.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> R\u00f6dersheim-Alsheim OT Alsheim,8 Rhein-Pfalz-Kreis<\/strong><br \/>\n1815 gab es in Alsheim einen Betraum, den auch Juden aus Schauernheim und Assen-heim besuchten.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> R\u00f6dersheim-Alsheim OT R\u00f6dersheim,9 Rhein-Pfalz-Kreis<\/strong><br \/>\n1815 besa\u00dfen die acht Juden in R\u00f6dersheim einen Betraum.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> Rodalben, Landkreis S\u00fcdwestpfalz<\/strong><br \/>\n( Synagogen in der S\u00fcdwestpfalz, Rodalben, S. XY)<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> Ruchheim, Stadt Ludwigshafen OT Ruchheim<\/strong><br \/>\nWann die erste Synagoge in der Fu\u00dfg\u00f6nheimer Stra\u00dfe 52 erbaut wurde, ist nicht bekannt. Man darf aber annehmen, dass die Existenz einer Synagoge weit in das 18. Jahrhundert zur\u00fcckreicht. Das um 1802 vorhandene Synagogen- und Schulgeb\u00e4ude wurde in den 1870er Jahre abgerissen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Ruchheim, Stadt Ludwigshafen OT Ruchheim <\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Fu\u00dfg\u00f6nheimer Str. 52<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 seit 1955 protestantisches Gemeindehaus<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: seit 1985 ist eine Gedenktafel am Geb\u00e4ude angebracht.<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: erhalten hebr\u00e4ische Portalinschrift (Psalm 118,20)<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 127; F\u00fchrer 1932, S. 311; Zacharias, Sylvia 1988, S. 89<br \/>\nAn Stelle der alten Synagoge wurde 1878 ein Neubau errichtet. Auf der Gedenktafel steht 1881 als Errichtungsjahr. Das Geb\u00e4ude war ein einfacher Satteldachbau. Im Erdgeschoss waren Synagoge und Schule untergebracht, das Obergeschoss war f\u00fcr die Lehrerwohnung reserviert. \u00dcber dem Haupteingang ist in einem Rundgiebel aus Sandstein in hebr\u00e4ischer Schrift Psalm 118,20 eingehauen. Die Decke war himmelblau und mit goldenen Sternen bemalt, als Erinnerung an die Verhei\u00dfung Abrahams in Genesis 15,5. Sp\u00e4testens ab 1906 sind keine regelm\u00e4\u00dfigen Gottesdienste mehr abgehalten worden. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 zerschlugen einheimische SA-Leute mit \u00c4xten und Eisen die Inneneinrichtung, die zahlreich sich einfindende Schuljugend schleppte die gottesdienstlichen und biblischen B\u00fccher auf den Hof, wo sie unter Hohn und Spott verbrannt wurden. Das Geb\u00e4ude selbst blieb unbesch\u00e4digt. W\u00e4hrend des Krieges diente die Synagoge als Gefangenenlager und Lagerraum f\u00fcr die Gemeinde. Die protestantische Kirchengemeinde kaufte 1953 das Anwesen f\u00fcr 8000 DM von der J\u00fcdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz und nutzte es ab 1955 als Gemeindehaus.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> R\u00fclzheim,12 Landkreis Germersheim<\/strong><br \/>\n(Angeschlossen: Kandel)<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Kuntzengasse 4<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Gedenkst\u00e4tte (Umbau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: seit 1991 eine Gedenktafel im Innern des Geb\u00e4udes angebracht.<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: erhalten Innen- und Au\u00dfenbau, Empore, hebr\u00e4ische Portalinschrift; es gab eine Mikwe; seit 1986 Denkmalschutz; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 127; F\u00fchrer 1928, S. 139; F\u00fchrer 1932, S. 317; Israel und wir 1966, S. 297; Zacharias, Sylvia 1988, S. 91<br \/>\nDie Synagoge wurde 1833 errichtet. Die Detailpl\u00e4ne des Geb\u00e4udes aus den Jahren 1832\/1833 stammen von dem bekannten Architekten August von Voit, nach dessen Pl\u00e4nen die Synagogen in Herxheim, Ingenheim, Kallstadt, Kirchheimbolanden, R\u00fclzheim und Speyer gebaut wurden. Das Bauwerk befindet sich auf der Ostseite der Kuntzengasse in einem Hinterhof. Es handelt sich um eine sp\u00e4tklassizistische, rechteckige, zweigeschossige S lanlage mit einem flachen Satteldach. 1867 wurde das Dach erneuert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Geb\u00e4ude vergr\u00f6\u00dfert und neu ausgestattet. Leider wurden bei der Renovierung Teile der von Voit entworfenen Innenausstattung entfernt oder ver\u00e4ndert. Die hebr\u00e4ische Portalinschrift (Jesaja 26,2) lautet: \u00d6FFNET DIE TORE, DASS EINZIEHE EIN GERECHTES VOLK, WELCHES DIE TREUE BEWAHRT. Vor dem Eingang stand das Schulhaus, das im Zuge der Renovierungsarbeiten 1989 abgerissen wurde. Die Mikwe befand sich in der Kuntzengasse 5. Am Vormittag des 10. November 1938 wurden Fenster und Inneneinrichtung zerst\u00f6rt, das Dach in Brand gesetzt, Teppiche, Torarollen, Toravor-h\u00e4nge, Gebetsb\u00fccher, vier siebenarmige Leuchter, Kronleuchter und weitere Gegen-st\u00e4nde gestohlen oder im Hof verbrannt. Das Geb\u00e4ude wurde teilweise besch\u00e4digt. Nach dem Krieg diente die Synagoge als Abstellraum, sp\u00e4ter als Treffpunkt der R\u00fclz-heimer Jugend. 1953 verkaufte die J\u00fcdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz die Synagoge f\u00fcr 10.750 DM an die Katholische Kirchenstiftung R\u00fclzheim, die das Haus zu einem Jugendheim umbaute. Nachdem die Synagoge 1986 unter Denkmalsschutz gestellt und 1989 gr\u00fcndlich renoviert wurde, dient sie heute als Gedenkst\u00e4tte und Be-gegnungszentrum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Maikammer,1 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe Verzeichnet: Heidingsfelder 1884, S. 92; Israel und wir 1966, S. 298 Eine Synagoge wird f\u00fcr Maikammer vor 1780 erw\u00e4hnt. Versuche in den 1840er Jahren eine eigene Synagoge zu errichten scheiterten. Marienthal, Stadt Rockenhausen- OT Marienthal, 2 Donnersbergkreis Lage: Amtsstra\u00dfe 1 Geb\u00e4ude: vorhanden \u2013 heute Wohnhaus (Umbau) Gedenken: keine Gedenktafel Anmerkungen: Synagoge&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-932","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/932","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=932"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/932\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":936,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/932\/revisions\/936"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}