{"id":917,"date":"2012-05-15T09:59:20","date_gmt":"2012-05-15T07:59:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jkgrp.de\/?page_id=917"},"modified":"2012-05-15T09:59:20","modified_gmt":"2012-05-15T07:59:20","slug":"synagogen-g-h","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jkgrp.de\/?page_id=917","title":{"rendered":"Synagogen G-H"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><strong>43 Gauersheim,1 Donnersbergkreis<\/strong><br \/>\n(Angeschlossen: Albisheim)<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Friedhofstra\u00dfe 3 (fr\u00fcher Eselsgasse\/Haus Nr. 74)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1938 zerst\u00f6rt und 1939\/1940 abgerissen \u2013 heute Autogarage<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 50; F\u00fchrer 1932, S. 312; Zacharias, Sylvia 1988, S. 90<br \/>\nNach einer Statistik aus dem Jahre 1824 wurde das Bethaus der j\u00fcdischen Bewohner von Gauersheim um 1782 errichtet; dagegen nennt ein 1854 abgefasster Bericht 1768 als Erbauungsjahr. Der 1839 gefasste Plan, eine Synagoge mit Schuls l zu errichten, lie\u00df sich nicht verwirklichen, denn auch weiterhin fand der Gottesdienst in der Syna-goge aus dem 18. Jahrhundert statt. 1877 wurde sie renoviert, 1906 ein Kamin einge-baut. Anfang der 1930er Jahre hielt man jeden Freitag Gottesdienst in der Synagoge, die 40 M\u00e4nnersitze und acht Betst\u00fchle besessen haben soll und in vier Sitzreihen auf der Empore Platz f\u00fcr dreiundzwanzig Frauen bot. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 wurde die Inneneinrichtung zerschlagen, der Dachstuhl zerst\u00f6rt und sp\u00e4ter von Gauersheimer B\u00fcrgern verheizt. Im Dezember 1939 musste die j\u00fcdische Gemeinde die Ruine gegen Aufrechnung der Abbruchkosten an die politische Gemeinde verkaufen, die sie 1939\/1940 abrei\u00dfen lie\u00df.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>44 Gaugrehweiler,2 Donnersbergkreis<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Hauptstra\u00dfe 29<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1925 abgerissen<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 50; Israel und wir 1966, S. 298<br \/>\nIn Gaugrehweiler gab es seit etwa 1764 eine Synagoge. Diese befand sich im Haus Nr. 26 n\u00f6rdlich der Kirche, in einer kleinen, von der Kirchgasse (heute Hauptstra\u00dfe) abzweigenden Sackgasse. 1790 wurde das Geb\u00e4ude von einem Juden gekauft und war jetzt Eigentum der j\u00fcdischen Gemeinde. Eine Synagoge mit Schule wird 1863 erw\u00e4hnt. 1884 sollte die Synagoge einer gr\u00fcndlichen Renovierung unterzogen werden, da aus Sicherheitsgr\u00fcnden die Schlie\u00dfung drohte. Erst 1903 wurde die Renovierung durchgef\u00fchrt, Fensterverglasung erneuert und die Aufgangstreppe ausgebessert. 1921 wurde die Kultusgemeinde Gaugrehweiler aufgel\u00f6st und der Kultusgemeinde Alsenz zugeteilt. Die bauf\u00e4llige Synagoge wurde an einen Privatmann verkauft und 1925 abgerissen. Die Synagogendecke war mit einem Sternenhimmel versehen. Malermeis-ter Jakob Schworm hat 1987 eine Rekonstruktionszeichnung der Synagoge angefertigt, die sich bei der Gemeinde Gaugrehweiler befindet.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>45.1 Geinsheim, Stadt Neustadt a. d.W., OT Geinsheim3<\/strong><br \/>\nVor 1808 war in Geinsheim schon ein Bethaus vorhanden. 1833 bestand der Wunsch, das Bethaus zu erneuern und zu erweitern. Nach dem Urkataster der Gemeinde Geinsheim aus dem Jahre 1839 befand sich das Grundst\u00fcck mit dem Bethaus in der Unterdorfgasse 100b. Es handelte sich dabei um einen Betraum und ein Zimmer.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>45.2 Geinsheim, Stadt Neustadt a. d.W., OT Geinsheim4<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: G\u00e4ustra\u00dfe 22 (fr\u00fcher Hauptstra\u00dfe 219)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1984 abgerissen \u2013 heute Wohnhaus (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: Fachwerkgeb\u00e4ude<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 50; F\u00fchrer 1932, S. 309; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 91<br \/>\n1865 erwarb die israelitische Kultusgemeinde in der Ortsmitte ein Grundst\u00fcck f\u00fcr einen Synagogenneubau. Die Synagoge, ein Fachwerkgeb\u00e4ude mit Holzbogenrund-fenstern und Sternenhimmel, d\u00fcrfte um 1865 errichtet worden sein. Schon 1899 war das Geb\u00e4ude sanierungsbed\u00fcrftig. In den Jahren 1902 und 1912 bis 1918 flossen st tliche Zusch\u00fcsse zur Reparatur der Synagoge. In den Morgenstunden des 10. November 1938 wurde die Synagoge gesch\u00e4ndet und gepl\u00fcndert. 1940\/1941 wurde sie f\u00fcr 1000 Reichsmark an die Gemeinde Geinsheim verkauft. W\u00e4hrend des Krieges diente das Geb\u00e4ude als Unterkunft f\u00fcr Zwangsarbeiter. Die J\u00fcdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz hat das durch Restitution zur\u00fcckerhaltene Geb\u00e4ude in den 1970er Jahren an Privat verkauft. 1984 wurde die Synagoge abgerissen. Auf dem Platz steht heute ein Wohnhaus.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>46.1 Germersheim, Stadt,5 Landkreis Germersheim<\/strong><br \/>\n1831 bestand in Germersheim eine Betstube in einem Privathaus.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>46.2 Germersheim, Stadt,6 Landkreis Germersheim<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Oberamtsstra\u00dfe 12<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Wohnhaus (Umbau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: 1985 hat die Stadt Germersheim am Ludwigstor eine Gedenkst\u00e4tte f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus errichtet. 1989 wurde eine Gedenktafel gegen\u00fcber der Synagoge am Stadthaus angebracht.<br \/>\nVerzeichnet: Heidingsfelder 1884, S. 51; F\u00fchrer 1932, S. 315; Israel und wir 1966, S. 297; Zacharias, Sylvia 1988, S. 91<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: kleine eingeschnitzte Davidsterne an den Dachgauben<br \/>\nDie Synagoge stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. 1862 wurde sie wegen Bauf\u00e4lligkeit geschlossen, sp\u00e4ter aber wieder benutzt. Ab 1933 fanden keine Gottesdienste mehr statt. Im M\u00e4rz 1938 wurde die Synagoge von den Vertretern des Verbandes der Pf\u00e4lzischen Juden f\u00fcr 4100 Reichsmark an Privatleute verkauft. Die Synagoge ist in eine H\u00e4userzeile eingepasst. Rundbogenfenster und \u2013portal sind erhalten, ebenso die in den Dachgauben eingeschnitzten kleinen Davidsterne.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>47 Gersheim,7 S rpfalz-Kreis<\/strong> (im 19. und 20. Jahrhundert geh\u00f6rten die j\u00fcdischen Gemeinden Blieskastel, Gersheim, Homburg und St. Ingbert zur bayerischen Pfalz und seit 1828 zum Bezirksrabbinat Zweibr\u00fccken\/Pirmasens)<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Ludwigstra\u00dfe 8<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Wohnhaus (Umbau 1919)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: die charakteristischen Rundb\u00f6gen der Fenster sind erhalten.<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Israel und wir 1966, S. 297<br \/>\nBereits 1766 gab es eine israelitische Kultusgemeinde. In Gersheim lebten 1830 vierzehn und 1848 drei\u00dfig Juden. Sie geh\u00f6rten zur Kultusgemeinde Blieskastel. Nach \u00dcberwindung gro\u00dfer Schwierigkeiten wurde 1890 in der Ludwigstra\u00dfe eine Synagoge errichtet. Doch bereits ab 1908 gab es keinen Gottesdienst mehr, da das Minjan nicht mehr zustande kam. 1917 l\u00f6st sich die israelitische Kultusgemeinde auf, 1919 wurde das Geb\u00e4ude an einen Privatmann verkauft und in ein Wohnhaus umgebaut. Die Rundbogenfenster blieben erhalten. Der Kaufpreis f\u00fcr Synagoge mit Hofraum und Wiese betrug 1800 Mark. <\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>48 G\u00f6cklingen,8 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Schulstra\u00dfe 17\/Ecke Heuchelheimer Stra\u00dfe<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute als Lagerraum genutzt (Umbau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: eine Hinweistafel ist am Geb\u00e4ude angebracht.<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder, S. 54.<br \/>\nDie Zahl der Juden in G\u00f6cklingen wuchs zwischen 1700 und 1800 durch Zuwanderung so betr\u00e4chtlich, dass die Errichtung einer Synagoge notwendig wurde. Die Synagoge, in der Mitte des letzten Jahrhunderts errichtet, wurde schon um 1900 verkauft und profaniert, da es nur noch wenige Juden in G\u00f6cklingen gab. Das Geb\u00e4ude ist heute noch erhalten und aufgrund einiger erhaltener Architekturteile, wie Rundbogenfenster sowie Vierpassfenster auf der Ost- und S\u00fcdseite als Synagoge erkennbar. Vor einigen Jahren wurde das Innere vollkommen umgestaltet, die vorhan-dene Deckenbemalung beseitigt. Heute wird sie als Lager- und Abstellraum genutzt.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>49.1 G\u00f6llheim,9 Donnersbergkreis<\/strong><br \/>\nIm Jahre 1824 berichtet die j\u00fcdische Gemeinde G\u00f6llheim, dass sie die Bewilligung zur Errichtung eines Bethauses erhalten habe. Das Geb\u00e4ude, das sich in einem schlechten Zustand befand und einzust\u00fcrzen drohte, geh\u00f6rte einem G\u00f6llheimer Juden, der es der j\u00fcdischen Gemeinde unentgeltlich \u00fcberlassen hatte. 1828 scheiterte der Plan f\u00fcr einen Synagogenneubau an der Armut der j\u00fcdischen Gemeinde.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>49.2 G\u00f6llheim,10 Donnersbergkreis<\/strong><br \/>\n1837 kaufte die j\u00fcdische Gemeinde G\u00f6llheim in der Lebergasse Geb\u00e4ude Nr. 42, ein Wohnhaus mit Scheuer, Stall, Schweinestall, Hofraum, und richtete dort Lehrerzim-mer und Bets l ein, den sie bis zum Synagogenneubau 1850 nutzte.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>49.3 G\u00f6llheim,11 Donnersbergkreis<\/strong><br \/>\n(Angeschlossen: Biedesheim, Dreisen)<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Berggasse 120 (fr\u00fcher Buchgasse 4)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1971 abgerissen \u2013 heute Gr\u00fcnanlage<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: seit 1979 ist ein Gedenkstein auf dem Synagogengel\u00e4nde errichtet<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: zwei j\u00fcdische Friedh\u00f6fe vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S.54; F\u00fchrer 1932, S. 312; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 90<br \/>\nErst gegen 1848\/1849 konnte mit dem Bau einer neuen Synagoge in der damaligen Buchgasse begonnen werden. Im April 1850 wurde die Synagoge feierlich eingeweiht. Wegen Baum\u00e4ngeln mussten schon 1852 Reparaturma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt werden. Die G\u00f6llheimer Synagoge war ein rechteckiger Bau mit Satteldach, im oberen Bereich mit vier Okuli versehen. Fenster und Portale waren in Hufeisenbogenform gehalten, einem Kennzeichen der maurisch-orientalischen Synagogenarchitektur. Mit der \u00e4lteren Synagoge in Kaiserslautern und der Synagogenruine in Lustadt geh\u00f6rte die G\u00f6llhei-mer Synagoge nach 1945 zu den drei erhaltenen maurisch-orientalischen Synagogen der Pfalz. Der Schul- und Synagogenbau, der Vorl\u00e4ufer der 1850 eingeweihten Syna-goge, wurde 1927 an einen Privatmann verkauft.<br \/>\nW\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 wurde die Synagoge in der Berggasse (vormals Buchgasse) gepl\u00fcndert, Fenster und Inneneinrichtung v\u00f6llig zerst\u00f6rt. 1939 wurde das Geb\u00e4ude an die Gemeinde G\u00f6llheim zwangsverkauft. Sie nutzte das Geb\u00e4ude bis 1970, lie\u00df es aber trotz der wertvollen Substanz abrei\u00dfen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>50 Gommersheim,12 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Hauptstra\u00dfe 28<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1966 mit Mikwe abgerissen \u2013 heute Wohnhaus (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: die Synagoge war ein Fachwerkbau<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 55; F\u00fchrer 1932, S. 316; Israel und wir 1966, S. 297; Zacharias, Sylvia 1988, S. 91<br \/>\nNach Arnold war die Synagoge ein Fachwerkbau aus der Barockzeit (18. Jahrhundert), vielleicht ein Umbau aus einem \u00e4lteren Bauernhaus.13 Erste schriftliche Zeugnisse f\u00fcr die 1826 erbaute Synagoge finden sich im Grundsteuer-Kataster von 1839. Eine private Betstube wird schon 1815 genannt. Die Synagoge hatte getrennte Eing\u00e4nge f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen. Die Decke war als Sternenhimmel ausgemalt. 1932 senkte sich die Frauenempore in ihren Fundamenten und musste abgest\u00fctzt werden. Die wenigen Juden konnten die aufw\u00e4ndigen Reparaturma\u00dfnamen nicht mehr finanzieren. So besuchten die Gommersheimer Juden ab 1933 die Synagoge in Geinsheim und verkauften 1937 ihre Synagoge dem benachbarten Landwirt f\u00fcr 1000 Reichsmark. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 blieb sie verschont. 1966 wurde die Synagoge mit Mikwe abgerissen. Das Vorderhaus mit verklinkertem Giebel ist noch im urspr\u00fcnglichen Zustand erhalten.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>51 Gro\u00dfkarlbach,14 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong><br \/>\nIm Gro\u00dfkarlbach gab es 1815 eine Betstube; vielleicht war es dieselbe Betstube, die 1880 Is k Schmidt unentgeltlich als Wohnzimmer benutzen konnte. Der 1880 vom Bezirksamt Frankenthal und von Rabbiner Dr. Salvendi bef\u00fcrwortete Verkauf der Betstube durch die Kultusgemeinde Kirchheim musste unterbleiben, weil sich gro\u00dfe Widerst\u00e4nde ergeben hatten.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>52 Gr\u00fcnstadt,15 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong><br \/>\n(Angeschlossen: Albisheim, Neuleiningen, Obers\u00fclzen)<br \/>\n<strong>Lage:<\/strong> \u00d6stlicher Graben 19 (im Graben)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden &#8211; heute Gesch\u00e4ftshaus (Umbau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: seit 1988 ist eine Gedenktafel am Geb\u00e4ude angebracht<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: die Synagoge besa\u00df ein Harmonium; Denkmalschutz seit 1986; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 58; F\u00fchrer 1928, S. 129; F\u00fchrer 1932, S. 309; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 90<br \/>\nDas stattliche Geb\u00e4ude am \u00d6stlichen Graben wurde wahrscheinlich um 1792 anstelle der schon 1749 erw\u00e4hnten Judenschule erbaut. Die Synagoge hatte ein Tonnen-gew\u00f6lbe mit Rosetten aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, profilierte Gesimse an den Rundbogenfenstern, drei Okuli in den Giebeln, Satteldach und einen fast quadra-tischen Grundriss. 1898 erfolgte eine gr\u00f6\u00dfere Umbauma\u00dfnahme, die nach Meinung der Baubeh\u00f6rde kaum Verbesserungen gebracht hat. W\u00e4hrend der Reichspogrom-nacht 1938 wurde die gesamte Inneneinrichtung zerst\u00f6rt, das Harmonium von der Galerie geworfen, Schr\u00e4nke nach Urkunden durchsucht, Akten und Torarollen unter dem Gejohle einer Menschenmenge, darunter Jugendliche, auf dem Luitpoldplatz verbrannt. 1939 ging das Geb\u00e4ude in den Besitz einer Metzgerei \u00fcber und diente jahrzehntelang als Lagerraum. Nach 1979 erfolgte ein Umbau zu einem Gesch\u00e4fts-haus, wobei die Fassade im Erdgeschoss durch den Einbau von drei Arkaden ver\u00e4ndert wurde, die urspr\u00fcngliche Fenstereinteilung des Obergeschosses aber erhalten blieb. Im Innern wurde das Geb\u00e4ude nach 1945 total umgestaltet. Seit 1986 steht es unter Denkmalschutz.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Hagenbach,1 Landkreis Germersheim<\/strong><br \/>\nDie erste Hagenbacher Synagoge stand in der Theresienstra\u00dfe. Sie war nur \u00fcber ein winkeliges G\u00e4sschen zu erreichen. In ihrer unmittelbaren N\u00e4he befanden sich vier oder f\u00fcnf Aborte und Dunggruben. Ihr baulicher Zustand war 1882 mangelhaft, Holzwerk war faul und der Verputz teilweise heruntergefallen. Da eine Reparatur 3000 bis 5000 Mark gekostet h\u00e4tte, entschloss sich die israelitische Gemeinde eine neue Synagoge zu bauen. Die alte Synagoge wurde 1885 abgerissen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> Hagenbach,2 Landkreis Germersheim<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Ludwigstra\u00dfe 27<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, in den 1970er Jahren abgerissen \u2013 heute Wohnhaus (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: 1976 wurde auf dem j\u00fcdischen Friedhof ein Gedenkstein mit folgender Inschrift errichtet: \u201eDen hier ruhenden j\u00fcdischen Mitb\u00fcrgern zum ewigen Gedenken die Gemeinde Hagenbach\u201c<br \/>\nAnmerkungen: in der heutigen Ludwigstra\u00dfe 24 war von 1856 bis 1900 eine Mikwe eingerichtet; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 60; F\u00fchrer 1932, S. 316; Israel und wir 1966, S. 297; Zacharias, Sylvia 1988, S. 91<br \/>\nDie neue Synagoge in der Ludwigstra\u00dfe wurde im Mai 1885 von Bezirksrabbiner Dr. Gr\u00fcnebaum feierlich eingeweiht. Sie war ein schlichtes Geb\u00e4ude und ragte nur wenig \u00fcber die anderen H\u00e4user hinaus. Der Gebetsraum besa\u00df eine Fl\u00e4che von 106,25 Quadratmetern und war 8 m hoch. Es gab siebzig Pl\u00e4tze f\u00fcr die M\u00e4nner und auf der Empore f\u00fcnfzig Sitzpl\u00e4tze f\u00fcr die Frauen. Am 10. November 1938 gegen 13 Uhr drangen Einheimische und Ausw\u00e4rtige unabh\u00e4ngig voneinander in die Synagoge ein und zerst\u00f6rten die Inneneinrichtung. Anschlie\u00dfend verbrannten sie vor dem Geb\u00e4ude das zerschlagene Mobiliar sowie die liturgische Kleidung und entwendeten den Toraschrein. 1939 erwarb die Gemeinde das Geb\u00e4ude mit der angrenzenden j\u00fcdischen Schule, musste aber beide Geb\u00e4ude 1950 der J\u00fcdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz zur\u00fcckgeben. Diese verkaufte sie f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter an einen Privatmann. In den 1970er Jahren wurde das Geb\u00e4ude abgerissen und ein Wohnhaus errichtet.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Ha\u00dfloch,3 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong><br \/>\nBereits 1815 wird f\u00fcr Ha\u00dfloch eine Betstube genannt.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Ha\u00dfloch,4 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Gillergasse 1<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1978 abgerissen \u2013 heute ein verklinkertes B\u00fcrogeb\u00e4ude (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: seit 1984 ist eine Gedenktafel am B\u00fcrogeb\u00e4ude angebracht<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: das Geb\u00e4ude der j\u00fcdischen Schule mit Lehrerwohnung ist erhalten; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 62; F\u00fchrer 1932, S. 309; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 92<br \/>\nDie sp\u00e4tere Synagoge befand sich im ersten Obergeschoss des Anwesens Gillerstra\u00dfe 1 a, daneben stand die israelitische Schule. Die Inneneinrichtung wurde w\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 durch Brand zerst\u00f6rt. Im Schulhof lie\u00df man unter Freuden-ges\u00e4ngen Gegenst\u00e4nde aus der Synagoge in Flammen aufgehen. Beim Abriss des Nachbarhauses im Jahre 1978 wurde das Synagogengeb\u00e4ude so stark besch\u00e4digt, dass es ebenfalls abgerissen werden musste.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Herschberg, Landkreis S\u00fcdwestpfalz<\/strong><br \/>\n(Synagogen in der S\u00fcdwestpfalz, Herschberg, S. XY)<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> Herchweiler im Ostertal,5 genannt Juden-Herchweiler, Landkreis Kusel<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Die Ga\u00df (Judengasse) zwischen Haus Nr. 16 und 18<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, abgerissen \u2013 heute Gartenanlage<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel \u2013 auf der Keramikwand im Dorfgemeinschaftshaus erinnert ein Davidstern an die einstigen j\u00fcdischen Mitb\u00fcrger; Haus mit deutsch-hebr\u00e4ischer T\u00fcrinschrift von 1858<br \/>\nAnmerkungen: Herchweiler war ein geteiltes Dorf. Die Stra\u00dfe \u201eIn der Ga\u00df\u201c bildete die Grenze zwischen den Bundesl\u00e4ndern Rheinland-Pfalz und S rland. Die westlich gelegenen H\u00e4user geh\u00f6rten nicht zum pf\u00e4lzischen Herchweiler, sondern zum zwei Kilometer entfernt liegenden s rl\u00e4ndischen Haupersweiler. Im Januar 2004 wurde durch einen St tsvertrag der beiden Bundesl\u00e4nder Rheinland-Pfalz und S rland das Ergebnis einer offiziellen Abstimmung anerkannt: Die Mehrheit der 55 \u201eG\u00e4sser\u201c hatte sich f\u00fcr Herchweiler, Landkreis Kusel, entschieden. Die Ga\u00df meint eigentlich Judengasse, und der Bach, der dort flie\u00dft, wird Judenbach genannt. Um eine Verwechslung mit dem nahegelegenen Herschweiler-Pettersheim auszuschlie\u00dfen, bezeichnet der Volksmund Herchweiler im Ostertal als \u201eJuden-Herchweiler\u201c.<br \/>\nAm ehemals j\u00fcdischen Haus S\u00fc\u00dfkind, Haupersweiler Stra\u00dfe 14, ist \u00fcber der Eingangst\u00fcr eine hebr\u00e4ische Inschrift erhalten; sie lautet: GESEGNET SEIST DU BEI DEINEM KOMMEN UND GESEGNET SEIST DU BEI DEINEM HINAUSGEHEN. (\u00dcbersetzt von Dr. Lenelotte M\u00f6ller, Speyer).<br \/>\nSeit 1775 war das Viertel in Herchweiler, das zur Grafschaft von der Leyen geh\u00f6rte und Judengasse genannt wurde, ausschlie\u00dflich von Juden bewohnt. 1839 wohnten dort neununddrei\u00dfig, 1844 einundvierzig, 1855 f\u00fcnfzig, 1861 einundsechzig und 1868 vierundsechzig Juden. 1863 gab es In der Ga\u00df 12 Geb\u00e4ude, eine Synagoge und eine Mikwe. Die Synagoge hatte einen Grundriss von etwa zehn mal acht Metern und besa\u00df ein Satteldach. Ihr Standort war zwischen Haus Nr. 16 und 18 oberhalb des Spargesch\u00e4ftes. Dort befindet sich heute eine Gartenanlage. Der Stein \u00fcber der Eingangst\u00fcr trug die Jahreszahl 1790, das wahrscheinliche Baujahr des Geb\u00e4udes. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ist ein erheblicher R\u00fcckgang der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung in Herchweiler festzustellen, 1895 lebten In der Ga\u00df nur noch neunund-zwanzig Juden. Nach der Jahrhundertwende setzte sich der Schrumpfungsprozess fort, so dass man Schwierigkeiten mit dem Minjan bekam. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts besuchten auch Juden aus Konken die Herchweiler Synagoge. Wurde in den 1920er Jahren noch Gottesdienst in der Synagoge gehalten, so stand sie ab der NS-Zeit ungenutzt und leer. Als Wasser eindrang und sich im Innern Steine l\u00f6sten, wurde das Geb\u00e4ude f\u00fcr bauf\u00e4llig erkl\u00e4rt. Ein Privatmann aus Herchweiler steigerte die Synagoge f\u00fcr 2000 Reichsmark, riss sie ab und baute mit den Steinen und Ziegeln 1937 ein Haus in der Kuseler Stra\u00dfe. Am Standort der Synagoge befindet sich heute ein Garten. An die Synagoge in \u201eJuden-Herchweiler\u201c erinnert nichts mehr.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Herxheim bei Landau,6 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Obere Hauptstra\u00dfe 16<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1938 zerst\u00f6rt und 1938\/1939 abgerissen \u2013 heute ein Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: seit 1988 ist eine Gedenktafel am Standort der Synagoge, Obere Haupt-stra\u00dfe 18, auf der R\u00fcckseite Bayerischer Hof, Eingang Marienapotheke, an der Haus-wand angebracht.<br \/>\nAuf dem j\u00fcdischen Friedhof wurde ein Gedenkstein errichtet. Die Inschrift lautet: \u201eDen hier ruhenden Toten der j\u00fcdischen Gemeinde Herxheim und den Opfern 1933-1945 gewidmet\u201c<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: Ein Ornamentstein aus der Synagoge befindet sich dort, wo die Gedenktafel angebracht ist; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 66; F\u00fchrer 1932, S. 316; Israel und wir 1966, S. 297; Zacharias, Sylvia 1988, S. 92<br \/>\nDie Synagoge wurde 1842 nach Pl\u00e4nen des Architekten August von Voit erbaut. Schule und Lehrerwohnung befanden sich rechts und links der Synagoge. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erhielt die Synagoge teilweise eine Neuausstattung. Am Mittag des 10. Novembers 1938 wurde die Inneneinrichtung zertr\u00fcmmert und die Synagoge in Brand gesteckt. Das Geb\u00e4ude brannte v\u00f6llig aus, ohne dass die Feuerwehr versuchte, den Brand zu l\u00f6schen. Ende 1938, Anfang 1939 wurde die Synagogenruine auf Kosten der j\u00fcdischen Kultusgemeinde beseitigt und der Platz eingeebnet. 1940 erwarb die Gemeinde Herxheim das ehemals j\u00fcdische Anwesen Obere Hauptstra\u00dfe 16-20. Der Kaufpreis in H\u00f6he von 1716,38 Reichsmark wurde mit den Abrissarbeiten verrechnet. Die j\u00fcdische Gemeinde erhielt keinen Pfennig. 1951 wurde vor der Wiedergutmachungskammer ein Vergleich geschlossen. Die J\u00fcdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz erhielt 2200 DM, das Grundst\u00fcck blieb im Besitz der politischen Gemeinde.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>He\u00dfheim,7 Rhein-Pfalz-Kreis<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Hauptstra\u00dfe<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden 1911 abgerissen \u2013 heute Wohnhaus\/Arztpraxis (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 66<br \/>\nDie He\u00dfheimer Schule wird erstmals 1749 erw\u00e4hnt. Die j\u00fcdische Gemeinde He\u00dfheim besa\u00df 1835 ein Bethaus, das auch von den Juden aus Beindersheim und Heuchelheim besucht wurde. Es war dies ein Wohnhaus, genauer die Judenschule in der Hauptstra\u00dfe, das der Jude Moritz Hirschler 1830 f\u00fcr 80 Gulden von einem Bauern gekauft hatte. 1846\/1847 gingen Haus und Hof in den Besitz der j\u00fcdischen Gemeinde \u00fcber. Das Bethaus, in dem um 1895 nur noch an hohen Festen Gottesdienste stattfanden, wurde nach der Aufl\u00f6sung der j\u00fcdischen Gemeinde He\u00dfheim 1911 abgerissen. Heute steht auf dem Platz der Synagoge ein Wohnhaus mit Arztpraxis.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> Hettenleidelheim,8 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Hauptstra\u00dfe 118 (fr\u00fcher Borngasse)<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden \u2013 heute Neubau<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel; auf dem alten j\u00fcdischen Friedhof ist seit 1963 ein Gedenkstein errichtet.<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: zwei j\u00fcdische Friedh\u00f6fe vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S 66<br \/>\nDas bevorzugte Wohngebiet der Hettenleidelheimer Juden befand sich ausschlie\u00dflich zwischen Hauptstra\u00dfe (fr\u00fcher Borngasse) und Obergasse (fr\u00fcher Hintergasse) im Ortsteil Hettenheim. Hier ist auch der Standort der Synagoge zu suchen. Im heute g\u00e4nzlich ver\u00e4nderten Anwesen Hauptstra\u00dfe 118, links vom Rathaus, besa\u00dfen die Juden schon vor 1854 eine Betstube, Judenschule genannt. Es war ein einst\u00f6ckiges unterkellertes Wohnhaus mit zwei Fenstern zur Stra\u00dfenfront. In der einzigen Stube, die elf Quadratmeter ma\u00df, wohnte der Vors\u00e4nger, versammelten sich die Juden zum Gottesdienst, wurden die Kinder unterrichtet. Nach einer m\u00fcndlichen \u00dcberlieferung soll sich im Keller eine Mikwe befunden haben. 1870 lehnten die Hettenleidenheimer Juden einen Zusammenschluss mit der Wattenheimer Kultusgemeinde mit der Begr\u00fcndung ab, dass sie selbst eine bequeme und sch\u00f6ne Synagoge besitzen. 1896 wurde die j\u00fcdische Kultusgemeinde Hettenleidelheim aufgel\u00f6st und der von Watten-heim angegliedert. Mit der \u00dcbernahme gelangten die Synagoge und der alte j\u00fcdische Friedhof in der Ortsmitte in das Eigentum der Wattenheimer Gemeinde. Der Metzger Abraham Michel, gestorben 1910, kaufte 1898 das Geb\u00e4ude und benutzte den gew\u00f6lbten Keller als K\u00fchlraum f\u00fcr seine Fleischwaren. An die Synagoge erinnert nichts mehr. Auf dem alten j\u00fcdischen Friedhof, Schlo\u00dfstra\u00dfe, heute Park, ist seit 1963 ein Gedenkstein errichtet.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Hertlingshausen, Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong><br \/>\nIn Hertlingshausen gab es 1815 einen Betraum.<\/p>\n<p align=\"justify\"> <strong>Heuchelheim,10 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong><br \/>\nMitte des 18. Jahrhunderts gab es eine kleine j\u00fcdische Gemeinde, die sicherlich eine Betstube hatte. 1835 erwarb die j\u00fcdische Kultusgemeinde Heuchelheim das Haus Nr. 58 \u00bd. Vermutlich handelte es sich hier um die Synagoge, deren bauliche Substanz in einem Schreiben an das Bezirksamt 1868 als \u00e4u\u00dferst mangelhaft bezeichnet wird. Die Synagoge war von einem Privatmann gemietet. \u00dcber vierzig Jahre lang befand sie sich in einem Teil des Anwesens von Anselm Adler, dem man 1860 zwanzig Gulden Miete zahlte. 1869 erfahren wir von einem Bets l, fast in der Ortsmitte im Obergeschoss des Seitenbaus eines Privathauses. <\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> Heuchelheim,11 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Hauptstra\u00dfe 28<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden \u2013 heute Wohnhaus<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: Das Wohnhaus d\u00fcrfte auf dem Grundriss der Synagoge aufgebaut sein.<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 67<br \/>\n1869 wurde ein Neubau empfohlen, die Kosten daf\u00fcr waren aber f\u00fcr die immer kleiner werdende j\u00fcdische Gemeinde unerschwinglich. Mit der Aufl\u00f6sung der israeli-tischen Schule und dem Freiwerden der R\u00e4ume im Haus Nr. 44 (Hauptstra\u00dfe 28) bot sich die Chance f\u00fcr die Verlegung der Synagoge, die von der j\u00fcdischen Gemeinde sofort genutzt wurde. 1880 wurde der Antrag auf Errichtung eines Bets les geneh-migt. Er wurde nun in der Hauptstra\u00dfe 28 eingerichtet und bis zur Aufl\u00f6sung der j\u00fcdischen Kultusgemeinde 1909 benutzt.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Hochspeyer Landkreis Kaiserslautern<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Bergstra\u00dfe 8<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1966 abgerissen \u2013 heute Wohnhaus (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 68; F\u00fchrer 1932, S. 312; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 93<br \/>\nEine Synagoge wird erstmals 1822 im Jahresbericht des B\u00fcrgermeisters an das Landkommissariat Kaiserslautern erw\u00e4hnt. Der Zeitpunkt des Erwerbs ist nicht zu ermitteln, er d\u00fcrfte aber nach 1815 liegen. Nach dem Urkataster von 1836 besa\u00df die israelitische Gemeinde in der Bergstrasse 176 seit vielen Jahren eine Synagoge. Der Bets l befand sich im Obergeschoss des Hauses und war gleichzeitig Schule. Schon um die Mitte des 19. Jahrhunderts war das Geb\u00e4ude einsturzgef\u00e4hrdet. 1927 \u00fcberwies das St tsministerium des \u00c4u\u00dferen 2000 Reichsmark als Pfalzhilfe zur Unterst\u00fctzung der besetzten Gebiete f\u00fcr die Instandsetzung der Synagoge. W\u00e4hrend der Reichspo-gromnacht 1938 wurde die Synagoge gepl\u00fcndert, Einrichtungs- und Kultgegenst\u00e4nde auf die Stra\u00dfe geschleppt und verbrannt. Das Haus wurde sp\u00e4ter verkauft.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Hochst\u00e4tten Landkreis Bad Kreuznach<\/strong> (geh\u00f6rte bis zur Gebietsreform 1969\/1972 zum Landkreis Rockenhausen, heute Donnersbergkreis)<br \/>\nDie Juden von Hochst\u00e4tten besuchten 1824 ihren Gottesdienst in einer Betstube, die sich in einem Privathaus befand. 1852 besa\u00dfen sie einen Betraum, der 1835 errichtet worden war.<\/p>\n<p align=\"justify\">6<strong> Hochstadt OT Niederhochstadt Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong><br \/>\nIm Jahre 1789 wohnte in der Kirchgasse der Vors\u00e4nger, in dessen Haus sich die Ge-meinde wahrscheinlich zum Gebet versammelte. 1815 wird eine Betstube erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Hochstadt OT Niederhochstadt Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong><br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Kirchgasse 10<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1938 zerst\u00f6rt und abgerissen \u2013 heute Wohnhaus und Werkst\u00e4tte (Neubau)<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<br \/>\nAnmerkungen: in der pf\u00e4lzischen Landesbibliothek befindet sich eine aus Hochstadt stammende Esther-Rolle; sie ist 205 cm lang und 14 cm hoch; die Synagoge war ein Fachwerkbau; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\nVerzeichnet: Heidingsfelder 1884, S. 108; F\u00fchrer 1932, S. 317; Israel und wir 1966, S. 297; Zacharias, Sylvia 1988, S. 92<br \/>\nDie Synagoge von 1839 befand sich m\u00f6glicherweise auf diesem Grundst\u00fcck, denn nach dem Urkataster dieses Jahres stand die Synagoge damals in der Kirchgasse. Ihre Erbauungszeit ist unbekannt. Die Hochstadter Synagoge war ein Fachwerkbau mit einer Kellermikwe. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 wurden die Fenster eingeschlagen und die Inneneinrichtung zerst\u00f6rt. Zwei Tage danach wurde die Synagoge durch die \u00f6rtliche Feuerwehr wegen Bauf\u00e4lligkeit abgerissen und das Grundst\u00fcck noch 1938 f\u00fcr 200 Reichsmark an einen K\u00fcfermeister verkauft. 1951 mussten nach dem Urteil der Wiedergutmachungskammer 400 DM an die J\u00fcdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz gezahlt werden.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>H\u00f6hein\u00f6d, Landkreis S\u00fcdwestpfalz<\/strong><br \/>\n(Synagogen in der S\u00fcdwestpfalz, H\u00f6hein\u00f6d, S. XY)<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Homburg\/S S rpfalz-Kreis<\/strong> (im 19. und 20. Jahrhundert geh\u00f6rten die j\u00fcdischen Gemeinden Blieskastel, Gersheim, Homburg und St. Ingbert zur bayerischen Pfalz und seit 1828 zum Bezirksrabbinat Zweibr\u00fccken\/Pirmasens)<br \/>\nEinen eigenen Betsaal (Judenschule) besa\u00dfen die Homburger Juden sp\u00e4testens seit der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts. Das Geb\u00e4ude, in dem sich der Bets l befand, stand in der Deutschen Gasse (heute Karlsbergstra\u00dfe) und geh\u00f6rte dem Juden Josef Is k. Der Zustand des Geb\u00e4udes wird schon 1808 als einsturzgef\u00e4hrdet beschrieben. Der Jude Wolf Moses begr\u00fcndet 1808 seinen Wunsch auf Erbauung einer eigenen Haussynagoge f\u00fcr seine Gro\u00dffamilie mit dem Verweis auf den elenden Zustand des Bets les der Homburger Juden und dass der Besitzer ein streits\u00fcchtiger Glaubensge-nosse sei. Die israelitische Gemeinde bem\u00fchte sich deshalb intensiv um einen Neubau. Das Geb\u00e4ude in der Karlsbergstra\u00dfe wurde in den 1950er Jahren abgerissen und an seiner Stellte eine mehrst\u00f6ckiges Wohnhaus errichtet.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong> Homburg\/S r,17 S rpfalz-Kreis<\/strong> (im 19. und 20. Jahrhundert geh\u00f6rten die j\u00fcdischen Gemeinden Blieskastel, Gersheim, Homburg und St. Ingbert zur bayerisch-en Pfalz und seit 1828 zum Bezirksrabbinat Zweibr\u00fccken\/Pirmasens)<br \/>\n(Angeschlossen: Waldmohr)<br \/>\n<strong>Lage<\/strong>: Klosterstra\u00dfe 6<br \/>\n<strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden &#8211; seit 2002 Gedenkst\u00e4tte<br \/>\n<strong>Gedenken<\/strong>: 2003 wurden im Innern der Ruine eine Gedenktafel mit den wichtigsten Daten und Ereignissen zur Synagoge und 2004 an der Au\u00dfenmauer eine Infotafel angebracht.<br \/>\n<strong>Anmerkungen<\/strong>: die Synagoge besa\u00df ein Harmonium18; Klosterkirche wird zur Synagoge; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<br \/>\n<strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 69, S. 166; F\u00fchrer 1928, S. 122; F\u00fchrer 1932, S. 318; Israel und wir 1966, S. 297; Zacharias, Sylvia 1988, S. 94<br \/>\n1845 strebte die j\u00fcdische Gemeinde den Erwerb des ehemaligen Franziskanerklosters an, um es zu einer Synagoge umzubauen, was ihr aber beh\u00f6rdlicherseits nicht genehmigt wurde. 1857 kaufte der Jude Adam Seligmann die ehemalige Franziskaner-Klosterkirche einem Privatmann f\u00fcr 1300 Gulden ab. 1860 wurde deren Umbau zur Synagoge endlich genehmigt. Der sehr verwahrloste Zustand der alten Synagoge d\u00fcrfte die Entscheidung beschleunigt haben. Im Februar 1862 wurde die neue Synagoge feierlich eingeweiht. Ihre Vorg\u00e4ngerin in der Deutschen Gasse wurde im darauffolgenden Monat f\u00fcr 300 Gulden versteigert. 1937 l\u00f6ste sich die j\u00fcdische Kultusgemeinde auf. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 st\u00fcrmte eine Gruppe SS-M\u00e4nner die Synagoge, zertr\u00fcmmerte mit \u00c4xten die Eingangst\u00fcren und die Fenster zur Stra\u00dfenseite, zerschlugen den Aron HaKodesch, das Harmonium, die B\u00e4nke, und die gesamte Inneneinrichtung. Die Tr\u00fcmmer warfen sie in der Synagoge auf einen Haufen und z\u00fcndeten ihn an. Schlie\u00dflich rissen sie den weithin sichtbaren Judenstern vom Dach der Synagoge herunter. W\u00e4hrend des 2. Weltkrieges wurde die Ruine durch Bomben getroffen und 1952 der Dachstuhl mitsamt Eindeckung wegen Bauf\u00e4lligkeit abgebrochen. Zwischen 2000 und 2002 wurde die Synagoge in ihrem Bestand gesichert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>43 Gauersheim,1 Donnersbergkreis (Angeschlossen: Albisheim) Lage: Friedhofstra\u00dfe 3 (fr\u00fcher Eselsgasse\/Haus Nr. 74) Geb\u00e4ude: nicht mehr vorhanden, 1938 zerst\u00f6rt und 1939\/1940 abgerissen \u2013 heute Autogarage Gedenken: keine Gedenktafel Anmerkungen: j\u00fcdischer Friedhof vorhanden Verzeichnet: Heidingsfelder 1884, S. 50; F\u00fchrer 1932, S. 312; Zacharias, Sylvia 1988, S. 90 Nach einer Statistik aus dem Jahre 1824 wurde das Bethaus&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-917","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/917","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=917"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/917\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":931,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/917\/revisions\/931"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=917"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}