{"id":782,"date":"2012-03-07T15:17:00","date_gmt":"2012-03-07T13:17:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jkgrp.de\/?page_id=782"},"modified":"2012-04-05T21:36:43","modified_gmt":"2012-04-05T19:36:43","slug":"synagogen-d-f","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jkgrp.de\/?page_id=782","title":{"rendered":"Synagogen D-F"},"content":{"rendered":"<h2>Synagogen D-F<\/h2>\n<p><strong>25.0 Deidesheim,<\/strong> 1 Landkreis Bad D\u00fcrkheim, mittelalterliche Synagoge<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die steinerne Synagoge am Markt schenkte der Speyerer Bischof Gerhard von Ehrenberg samt dem dazugeh\u00f6rigen Anwesen und Garten am 26. August 1349 dem Sankt Guidostift in Speyer.<\/p>\n<p><strong>25.1 Deidesheim,2 Landkreis Bad D\u00fcrkheim <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im M\u00e4rz 1721 erhielt Samson Samuel von der bisch\u00f6flich-speyerischen Beh\u00f6rde die Erlaubnis, die Synagoge, welche bisher in seinem Haus in einer kleinen Stube war, zu erweitern. Wohl damals entstand \u00fcber dem Kelterhaus, welches den Hof des Geb\u00e4u-des Marktplatz 5 nach Osten abschloss, ein heute nicht mehr erhaltener Betraum. Dieser musste zu Beginn des Jahres 1852 baupolizeilich geschlossen werden.<\/p>\n<p><strong>25.2 Deidesheim,3 Landkreis Bad D\u00fcrkheim <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lage: Bahnhofstra\u00dfe 19 <br \/><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 seit 2004 f\u00fcr kulturelle Veranstaltungen \u201eim Geiste des Hauses\u201c genutzt <\/p>\n<p><strong>Gedenken<\/strong>: eine kleine Erkl\u00e4rungstafel ist am Geb\u00e4ude. <\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong>: erhalten neuromanischer Bau; Denkmalschutz seit 1987; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden<\/p>\n<p><strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 31; F\u00fchrer 1932, S. 307f; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 98 <br \/>\nNach dem Schlie\u00dfen der ersten Synagoge 1852 erwarb die Kultusgemeinde im Burg-graben, der heutigen Bahnhofstra\u00dfe, einen Bauplatz und errichtete darauf eine neue Synagoge, die Ende 1853\/Anfang 1854 fertig gestellt war. Das im Rundbogenstiel mit Walmdach errichtete Geb\u00e4ude, das keine Frauenempore besa\u00df, wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts nochmals gr\u00fcndlich renoviert. Weitere notwendige Wiederherstellungsarbeiten mussten in den 1920er Jahren unterbleiben, da die Zahl der Juden auf zw\u00f6lf Personen zur\u00fcckgegangen war. Im Dezember 1936 wurde die Synagoge an einen Privatmann verkauft. Er und sein Schwiegersohn nutzten das Geb\u00e4ude als Garage, was die Synagoge vor der Zerst\u00f6rung am Nach-mittag des 10. November 1938 sowie dem Abriss in den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg bewahrte. Seit 1987 ist die Synagoge unter Denkmalschutz gestellt. 1992 erwarb die Stadt Deidesheim das Geb\u00e4ude, restaurierte es in den letzten Jahren gr\u00fcndlich, wobei man bei der Rekonstruktion der Innenausmalung auf die Renovierung von 1903 zur\u00fcckgriff. Seit Mai 2004 steht die Synagoge der \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr kulturelle Veranstaltungen \u201eim Geiste des Hauses&#8220; zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>26 Dielkirchen,4 Donnersbergkreis<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anmerkungen: zwei j\u00fcdische Friedh\u00f6fe vorhanden <\/p>\n<p><strong>Verzeichnet<\/strong>: Israel und wir 1966, S. 298 <br \/>\n1812 gab es in Dielkirchen dreizehn Juden, 1835 drei\u00dfig und 1895 einundvierzig Juden bei 645 Einwohnern. Sie waren damit zahlenm\u00e4\u00dfig st\u00e4rker als die Katholiken mit neununddrei\u00dfig Mitgliedern. W\u00e4hrend man 1844 noch eine eigene Gemeinde bildete, geh\u00f6rten die Juden D\u00f6rnbachs und Dielkirchens seit mindestens 1864 zur j\u00fcdischen Gemeinde Rockenhausen. Dorthin gingen sie auch in die Synagoge. In Dielkirchen gibt es einen gro\u00dfen j\u00fcdischen Friedhof. Zumindest f\u00fcr die erste H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts darf in Dielkirchen ein Betssal vermutet werden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>27 Dirmstein,5 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong> <br \/><strong>Lage<\/strong>: Mitteltor 14 <\/p>\n<p><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 Gesch\u00e4ftshaus (Umbau) <\/p>\n<p><strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel <\/p>\n<p><strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 32; F\u00fchrer 1932, S. 308; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia, 1988, S. 90 <br \/>\nDas nach 1738 entstandene Lagerbuch erw\u00e4hnt in dem zweist\u00f6ckigen Haus in der ehemaligen Hildebrandgasse am Mitteltor eine Judenschule. 1839 wurde ein Synago-gensprengel mit Sitz in Dirmstein gebildet, dem die Juden von Dirmstein, Lau-mersheim, Obers\u00fclzen, Gerolsheim und Heuchelheim angeh\u00f6rten. Seit 1856 plante man den Neubau einer Synagoge, der nach gro\u00dfen Schwierigkeiten 1858 feierlich eingeweiht werden konnte. Bald \u00fcberstiegen durch den starken R\u00fcckgang der Gemeindemitglieder die Belastungen die finanziellen M\u00f6glichkeiten der Kultusge-meinde. Deshalb beantragte sie 1873 ihre Aufl\u00f6sung, der aber nicht stattgegeben wurde. Seit 1913 konnte in der Synagoge kein Gottesdienst mehr gehalten werde, weil die vorgeschriebene Anzahl von zehn M\u00e4nnern nicht mehr erbracht werden konnte. So betrieb die Kultusgemeinde 1919 erneut ihre Aufl\u00f6sung. Die seit langem unbe-nutzte Synagoge befand sich 1932 in trostlosem Zustand. Im gleichen Jahr wurde sie an Privatleute verkauft, die das Geb\u00e4ude in ein Gesch\u00e4ftshaus umwandelten. Seine ur-spr\u00fcngliche Bestimmung als Synagoge ist nach dem Umbau nicht mehr zu erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>28 Ebertsheim-Rodenbach OT Ebertsheim,6 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong> Ebertsheim war keine eigenst\u00e4ndige Synagogengemeinde, doch unterhielten die Juden einen Betraum, der auch von den Juden aus Quirnheim und Lautersheim aufgesucht wurde. 1831 besa\u00dfen die Juden in Ebertsheim eine \u00e4rmliche Betstube, die einem Privatmann geh\u00f6rte, 6 Schritte im Quadrat gro\u00df und seit Mitte des 18. Jahrhunderts in Gebrauch war. Nachdem es w\u00e4hrend des Gottesdienstes wegen der Kultuslasten mehrmals zu fast handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen war, lie\u00df das Landkommissariat Frankenthal im Sp\u00e4tjahr 1846 die Synagoge bis auf weiteres schlie\u00dfen. 1854 wird die j\u00fcdische Gemeinde Lautersheim von den Beh\u00f6rden der Kultusgemeinde Biedesheim inkorporiert. Weitere Erw\u00e4hnungen der Synagoge in Ebertsheim sind nicht bekannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>29.1 Edenkoben, 7 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong> In Edenkoben gab es bereits 1726 einen Betraum im Haus des Gemeindevorstehers ron Is c. 1780 erwarben die Edenkobener Juden f\u00fcr 220 Florint einen Bauplatz zum Neubau einer Synagoge. Dieser lag im Bereich der Bahnhofstra\u00dfe 47-51 (Seitengasse), heute 1. M\u00fchlgasse. 1781 wurde hier eine Synagoge errichtet. Der eigentliche Betraum war im Obergeschoss des Geb\u00e4udes untergebracht, darunter befanden sich Scheune und Schlachthaus des Juden Samuel L\u00f6b. Der Standort in einem Metzgerhof mit Dunggrube, Unreinlichkeit und Ausd\u00fcnstungen war wenig attraktiv. Schon 1824 erkl\u00e4rte man die Synagoge f\u00fcr bauf\u00e4llig, weil das Holz verfault war und eiserne Stangen die beiden W\u00e4nde zusammenhielten. 1825 wurde die alte Synagoge wegen akuter Einsturzgefahr geschlossen und verkauft, ein Bauplatz f\u00fcr die neue Synagoge erstanden, der wiederum in der 1. M\u00fchlgasse lag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>29.2 Edenkoben,8 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong> <br \/>(Angeschlossen: Edesheim, Maikammer) <\/p>\n<p><strong>Lage<\/strong>: Bahnhofstra\u00dfe 47 (Seitengasse) <\/p>\n<p><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1938 zerst\u00f6rt und abgerissen \u2013 heute Wohnhaus (totaler Umbau) <\/p>\n<p><strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel <\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong>: die Synagoge besa\u00df eine Orgel und sp\u00e4ter ein Harmonium; die Mikwe ist im Keller des Umbaus erhalten; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden <\/p>\n<p><strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 36; F\u00fchrer 1932, S. 315; Israel und wir 1966, S. 297; Zacharias, Sylvia 1988, S. 92 <br \/>\nDer bescheidene Bau von 1781 wurde wegen Bauf\u00e4lligkeit 1826\/1827 durch einen Neubau im klassizistischen Stil ersetzt. Am Nachmittag des 19. September 1827 wurde die neue Synagoge feierlich eingeweiht. Auf der Ostseite stand in der Mitte der Aron HaKodesch. Der Eingang lag in der S\u00fcdwestecke des Geb\u00e4udes. An den W\u00e4nden entlang standen mit Blick zum Innern die Gebetpulte. Als 1830\/1831 das neue israelitische Schulhaus westlich daneben errichtet wurde, verlegte man den Zugang zum Frauenbetraum in das Schulhaus. 1846 folgte ein Umbau im Innern des Geb\u00e4udes. 1862 ersetzte man die Orgel durch ein Harmonium, das 330 Florint kostete. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht wurde die Synagoge gest\u00fcrmt, verw\u00fcstet und in den folgenden Tagen durch eine Reichsarbeitsdienst-Abteilung (RAD) aus dem Lager Edesheim\/Hainfeld unter den Kl\u00e4ngen der SA-Kapelle (fr\u00fcher Stadtkapelle) abgerissen. Zahlreiche Zuschauer und Schulklassen, die man dort hingef\u00fchrt hatte, wurden Zeugen dieses barbarischen Geschehens. Nachdem die Synagoge geschleift war, wurden die Inneneinrichtung, die Torarollen und andere Kultgegenst\u00e4nde \u00f6ffentlich auf dem Marktplatz verbrannt. Ein \u00fcbersehenes Harmonium wurde einige Tage sp\u00e4ter demoliert. Aus dem Ehrenmal f\u00fcr die Gefallenen des 1. Weltkrieges wurden wie in Dahn die Namen der j\u00fcdischen Gefallenen herausgemei\u00dfelt. Nach 1945 wurde das Gel\u00e4nde mit dem benachbarten Schulhaus und dem dahinter stehen-den Mikwehaus an die J\u00fcdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz zur\u00fcckgegeben, die den Gesamtkomplex Anfang der 1960er Jahre an eine Edenkobener Familie verkauf-te. Diese errichtete an der Stelle des Mikwehauses einen Anbau, modernisierte das israelitische Schulhaus und entfernte den Schutt vom Synagogengel\u00e4nde. Die Grund-mauern der Synagoge sind noch erhalten und lassen die ehemaligen Ausma\u00dfe erken-nen. Auf dem Platz der Synagoge befindet sich heute ein Garten und eine Autogarage mit Parkplatz. Die Mikwe, die von dem direkt am Haus vorbeiflie\u00dfenden M\u00fchlenbach (Triefenbach) gespeist wurde, ist im Keller hinter einer Wand versteckt erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>30.1 Edesheim,9 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong> Vor dem Bau der Synagoge 1830 in der Luitpoldstra\u00dfe hat es bereits einen 1815 erw\u00e4hnten Bets l in einem Privathaus, heutige St tsstra\u00dfe 36, gegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>30.2 Edesheim,10 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong> <br \/><strong>Lage<\/strong>: Luitpoldstra\u00dfe 22 <\/p>\n<p><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Nachtlokal (Innenausbau) <br \/><strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel<\/p>\n<p><strong>Verzeichnet<\/strong>: Israel und wir 1966, S. 297 1830 erwarb die j\u00fcdische Gemeinde das Geb\u00e4ude in der Luitpoldstra\u00dfe und baute es als Synagoge um. Im Erdgeschoss befand sich die Lehrerwohnung, im Obergeschoss die Synagoge. Nach Aufl\u00f6sung der j\u00fcdischen Kultusgemeinde wurde 1931 die Synagoge an einen H\u00e4ndler verkauft. Ab diesem Zeitpunkt besuchten die Edesheimer Juden die Synagoge in Edenkoben. W\u00e4hrend der Reichspogromnacht 1938 wurde die Synagoge nicht zerst\u00f6rt, aber die hebr\u00e4ische Inschrift \u00fcber dem T\u00fcreingang weggeschlagen. Das Geb\u00e4ude ist heute noch gut erhalten. Die Synagoge wird seit 1962 als Nachtlokal genutzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>31 Eisenberg,11 Donnersbergkreis<\/strong> (Angeschlossen: Altleinigen, Kerzenheim, Hettenheim, Hettenleidelheim, Hertlings-hausen, Wattenheim) <br \/><strong>Verzeichnet<\/strong>: F\u00fchrer 1932, S. 308; Zacharias, Sylvia 1988, S. 90 1926\/1927 kaufte der Eisenberger Jude Samuel Kahn das erst wenige Jahre zuvor erbaute dreigeschossige Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus 43 in Eisenberg. Im Erdgeschoss richtete Kahn ein Textilwarengesch\u00e4ft ein. Im 1. Obergeschoss wurde ein Betraum f\u00fcr die damals ca. drei\u00dfig Juden in Eisenberg geschaffen. Vermutlich ging die Initiative dazu von Kahn aus. Er vertrat die Eisenberger Juden im Ortsf\u00fcrsorgeausschuss und war mehrere Jahre der Vorsitzende des Gewerbevereins Eisenberg. Wie lange der Betraum bestand, ist nicht bekannt. Sicher ist er bald nach Hitlers Machtergreifung aufgegeben worden, zumal die Zahl der Juden schnell zur\u00fcckging. Kahn scheint sein Haus 1937 verkauft zu haben und ist in die USA ausgewandert. Urspr\u00fcnglich geh\u00f6rten die Eisenberger Juden zur j\u00fcdischen Kultusgemeinde Hetten-leidelheim, 1896 wurden die Eisenberger Juden zusammen mit den Juden aus Hetten-leidelheim, Altleinigen und Hertlingshausen der j\u00fcdischen Gemeinde Wattenheim zugeordnet. Die Eisenberger Juden wurden auf den beiden j\u00fcdischen Friedh\u00f6fen in Hettenleidelheim bestattet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">32 Ellerstadt12, Landkreis Bad D\u00fcrkheim <br \/><strong>Lage<\/strong>: Ecke Schubertstra\u00dfe\/Georg-Fitz-Stra\u00dfe <br \/><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1970 abgerissen \u2013 heute Vereinshalle des M\u00e4nnerge-sangvereins (Neubau) <br \/><strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel <br \/><strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 38; Israel und wir 1966, S. 298 Die Synagoge befand sich 1906 innen und au\u00dfen in einem verwahrlosten Zustand. Im folgenden Jahr wurde sie von der Kultusgemeinde Fu\u00dfg\u00f6nheim, zu der die drei j\u00fcdischen Familien in Ellerstadt geh\u00f6rten, an die Gemeinde Ellerstadt verkauft. Diese nutzte das Geb\u00e4ude als Vereins- und Versteigerungshalle f\u00fcr Obst und Gem\u00fcse. 1945 diente sie franz\u00f6sischen Kriegsgefangenen als Zwangsarbeiterlager, danach als Vereinshalle des M\u00e4nnergesangvereins, der sie 1970 abriss und auf dem Gel\u00e4nde eine neue Vereinshalle erbaute.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>33 Eppstein, Stadt Frankenthal OT Eppstein13<\/strong> In Eppstein gab es 1815 einen Betraum, der auch von den Juden aus Flomersheim besucht wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>34 Erlenbach, Landkreis S\u00fcdwestpfalz<\/strong> (Synagogen in der S\u00fcdwestpfalz, Erlenbach, S. XY)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>35 Essingen,14 Landkreis S\u00fcdliche Weinstra\u00dfe<\/strong> <br \/><strong>Lage<\/strong>: Ger\u00e4mmestra\u00dfe 48 <br \/><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 Scheune\/Ger\u00e4teschuppen (Umbau) <br \/><strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel <br \/><strong>Anmerkungen<\/strong>: erhalten hebr\u00e4ische Portalinschrift, farbige Fensterverglasung, Dach-stuhlgeb\u00e4lk, Toralade (Werkzeugschrank), Aron HaKodesch im Boden versenkt, einige Bodenfliesen; zwei j\u00fcdische Friedh\u00f6fe vorhanden <br \/><strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 41; F\u00fchrer 1932, S. 315; Israel und wir 1966, S. 297; Zacharias, Sylvia 1988, S. 92. Die Synagoge, um 1820 im sp\u00e4tklassizistischen Stil erbaut, scheint eine \u00e4ltere Vorg\u00e4ngerin gehabt zu haben. Diese war f\u00fcr die schnell wachsende j\u00fcdische Gemeinde zu klein geworden. Mit Beginn der NS-Zeit konnten wegen der geringen Anzahl j\u00fcdischer Gemeindemitglieder in der Synagoge keine Gottesdienste mehr abgehalten werden. 1937 wurde die seit l\u00e4ngerer Zeit zum Verkauf stehende Synagoge vom Vorsitzenden der J\u00fcdischen Kultusgemeinde der Pfalz f\u00fcr 2300 Reichsmark an einen Landwirt verkauft. Die Synagoge ist, obwohl sie umgebaut und in andere Geb\u00e4ude integriert wurde, in ihrer Substanz erhalten geblieben, ebenso wie die hebr\u00e4ische Schrift \u00fcber dem Synagogeneingang, das monumentale Dachgeb\u00e4lk, einige Rundbogenfenster mit farbiger Verglasung, die Toralade und eine H\u00e4lfte der Eingangst\u00fcr. Zwei S\u00e4ulenst\u00fcmpfe des Aron HaKodesch befinden sich im Frank-Loebschen Haus in Landau. Da es sich als schwierig erwies, den m\u00e4chtigen aus Stein bestehenden Aufbau des Aron HaKodesch zu entfernen, hat man vor ihm eine Grube ausgehoben, den Aufbau hineingeworfen, mit Erde zugeschaufelt und mit einer Betondecke versiegelt. Auf diese Weise ist der Aron HaKodesch, wenn auch ungewollt, f\u00fcr alle Zeiten konserviert. W\u00e4hrend des Frankreichfeldzuges 1940 wurden hebr\u00e4ische Schriften (waren es die verbliebenen Torarollen?) zum Anlegen von Lehmwickeln bei verletzten Pferden verwendet.15 Der K\u00e4ufer hatte 1937 die Synagoge mit der gesamten Inneneinrichtung \u00fcbernommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>36 E\u00dfweiler,16 Landkreis Kusel<\/strong> <br \/><strong>Lage<\/strong>: Im L\u00e4ppchen 19 <br \/><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Wohnhaus (Umbau) <br \/><strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel <br \/><strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 41 Eine j\u00fcdische Kultusgemeinde gab es in E\u00dfweiler von 1811-1908; eine Betstube bestand bereits vor 1831. Sie wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts genutzt, danach geschlossen, 1907 verkauft und zu einem Wohnhaus umgebaut. Nur noch die massiven Unterz\u00fcge der Decke des Erdgeschosses erinnern an die einstige Synagoge. Der im Keller des Nebenhauses jetzt zugesch\u00fcttete Brunnen d\u00fcrfte die zwischen 1865-1867 errichtete Mikwe gewesen sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>37 Frankenstein,17 Landkreis Kaiserslautern<\/strong> <br \/><strong>Lage<\/strong>: Hauptstra\u00dfe <br \/><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute katholische Kirche\/Kapelle (Umbau) <br \/><strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel <br \/><strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 44; Israel und wir 1966, S. 298 <br \/><strong>Anmerkungen<\/strong>: Synagoge wird zur Kirche Die Synagoge wurde 1932 an das Bistum Speyer verkauft und zur Kirche (Filiale von Weidenthal) umgebaut. Sie stammte aus dem 19. Jahrhundert, befand sich in einem schlechten Zustand und wurde zur Zeit des Verkaufs nicht mehr als Synagoge genutzt. Besonders der Speyerer Bischof Dr. Ludwig Sebastian, der aus Frankenstein stammte, setzte sich f\u00fcr den Kauf und Umnutzung der Synagoge in eine Kirche f\u00fcr die Frankensteiner Katholiken ein. Am Dreifaltigkeitssonntag 1933 nahm der Bischof die Konsekration vor. Die Kirche wurde der heiligen Dreifaltigkeit geweiht und \u00fcber dem Eingang ein Reliefbild der heiligen Dreifaltigkeit aus Stein angebracht. An die Synagoge erinnern weder Hinweis- noch Gedenktafel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>38.1 Frankenthal, Stadt Frankenthal<\/strong> Bevor die Synagoge in der Glockenstra\u00dfe errichtet wurde, befand sich ein Bets l in der Bahnhofstra\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>38.2 Frankenthal18, Stadt Frankenthal<\/strong> (Angeschlossen: He\u00dfheim, Oggersheim, Oppau, Schauernheim) <br \/><strong>Lage<\/strong>: Glockengasse 12 (neue Synagoge) <br \/><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: nicht mehr vorhanden, 1938 zerst\u00f6rt, 1950 abgerissen &#8211; heute kleine Parkanlage <br \/><strong>Gedenken<\/strong>: seit 1977 ist auf dem Synagogengel\u00e4nde ein Gedenkstein errichtet. <br \/><strong>Anmerkungen<\/strong>: die Synagoge besa\u00df eine Orgel; zwei j\u00fcdische Friedh\u00f6fe vorhanden Verzeichnet: Heidingsfelder 1884, S. 44; F\u00fchrer 1928, S. 127; F\u00fchrer 1932, S. 308; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 90 Die nach Pl\u00e4nen des Kreisbaub\u00fcros Frankenthal erbaute Synagoge wurde am 28. August 1885 feierlich in der Glockengasse 12 eingeweiht. Sie war ein stattlicher neuromanischer Bau mit sechs Fensterachsen. Die Kuppel der Apsis im Osten schm\u00fcckten im Inneren goldene Sterne auf blauem Grund. Die Fenster besa\u00dfen eine farbige Verglasung. In der Westfassade setzte eine Rose \u00fcber dem Eingangsportal einen besonderen Akzent. Die Synagoge wurde am Morgen des 10. November 1938 angez\u00fcndet und Fenster, Inneneinrichtung samt der Orgel vernichtet. Das \u00fcbrige Geb\u00e4ude blieb erhalten. Auf Veranlassung der Polizei wurde der Brand gel\u00f6scht, so dass sich die Sch\u00e4den in Grenzen hielten. Dennoch durfte die j\u00fcdische Gemeinde das Geb\u00e4ude nicht wieder herrichten. Vielmehr musste sie 1940 das Grundst\u00fcck mit der ausgebrannten Synagoge und dem Wohnhaus des Synagogendieners unentgeltlich an die Stadt Frankenthal verkaufen, die als Gegenleistung das Geb\u00e4ude auf ihre Kosten abrei\u00dfen sollte. Die Stadt vermietete das Geb\u00e4ude an die Reichsautobahngesellschaft, die dort Zement lagerte. Beim Bombenangriff am 23. September 1943 zerst\u00f6rt, wurde die Ruine 1955 abgerissen und ein Kinoneubau erstellt. Am Standort der Synagoge befindet sich heute eine Gr\u00fcnanlage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>38.3 Frankenthal,19 Stadt Frankenthal<\/strong> Neben der Synagoge gab es in Frankenthal Ende der 1920er, Anfang der 1930er Jahre noch einen Bets l.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>39.1 Freinsheim,20 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong> F\u00fcr Freinsheim wird schon 1815 ein Betraum erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>39.2 Freinsheim,21 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong> <br \/><strong>Lage<\/strong>: Judengasse 8 <br \/><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Vereinsheim des MGV 1846 (Umbau) <br \/><strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel <br \/><strong>Anmerkungen<\/strong>: Einteilung der Rundfenster ist erhalten; Denkmalschutz seit 1985; aus Freinsheim stammt der Schriftsteller und Publizist Hermann Sinsheimer. An seinem Geburtshaus in der Haintorstra\u00dfe 6 ist eine Gedenktafel angebracht. <br \/><strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 46; F\u00fchrer 1932, S. 308; Israel und wir 1966, S. 298 Die Synagoge wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und 1893 f\u00fcr 1500 Mark an die Gemeinde Freinsheim verkauft. Der Erl\u00f6s diente zur Renovierung der Kall-stadter Synagoge. Bis 1966 befand sich in dem Geb\u00e4ude der st\u00e4dtische Kindergarten, danach ging das Geb\u00e4ude an den M\u00e4nnergesangverein \u00fcber, dem es bis heute als Ver-einsheim dient. Trotz eines modernen Anbaus wurde die Synagoge 1985 unter Denk-malschutz gestellt. Von der Synagoge sind noch drei Au\u00dfenw\u00e4nde und die alte Eintei-lung der Rundfenster erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>40 Freisbach,22 Landkreis Germersheim<\/strong> 1831 befand sich in einem Privathaus eine Betstube.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>41.1 Friedelsheim,23 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong> Im Jahre 1858 hat die j\u00fcdische Gemeinde ihre im Unterdorf an der Hauptstra\u00dfe gelegene erste Synagoge verkauft, um die Schulden abzutragen, die durch den Bau einer neuen Synagoge entstanden waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>41.2 Friedelsheim,24 Landkreis Bad D\u00fcrkheim<\/strong> <br \/><strong>Lage<\/strong>: Bahnhofstra\u00dfe 8 <br \/><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Wohnhaus (Umbau) <br \/><strong>Gedenken<\/strong>: keine Gedenktafel <br \/><strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 48; F\u00fchrer 1932, Israel und wir 1966, S. 298 1853 haben die Friedelsheimer Juden eine neue Synagoge gebaut. 1922 l\u00f6ste sich die j\u00fcdische Kultusgemeinde Friedelsheim auf und schloss sich der j\u00fcdischen Kultusge-meinde Bad D\u00fcrkheim an, die daraufhin die Friedelsheimer Synagoge verkaufte. Trotz des 1982 erfolgten Umbaus zu einem Wohnhaus ist der Charakter des ehemaligen Sy-nagogenbaus noch zu erkennen. Die hebr\u00e4ische Portalinschrift wurde entfernt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>42.1 Fu\u00dfg\u00f6nheim,25 Rhein-Pfalz-Kreis<\/strong> Einen Betraum besa\u00dfen die Fu\u00dfg\u00f6nheimer Juden schon vor dem Synagogenneubau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>42.2 Fu\u00dfg\u00f6nheim,26 Rhein-Pfalz-Kreis<\/strong> (Angeschlossen: Dannstadt, Ellerstadt, Schauernheim) <br \/><strong>Lage<\/strong>: Hauptstra\u00dfe 62 &#8211; 64a (fr\u00fcher Mannheimer Stra\u00dfe) <br \/><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: vorhanden \u2013 heute Kartoffelmuseum (Umbau) <br \/><strong>Gedenken<\/strong>: seit Ende der 1990er Jahre ist eine Erl\u00e4uterungstafel am Geb\u00e4ude ange-bracht <br \/><strong>Anmerkungen<\/strong>: erhalten hebr\u00e4ische Inschriften Genesis 28,17 und Psalm 118,20; Reste der Innenausmalung; Denkmalschutz seit 1984; j\u00fcdischer Friedhof vorhanden <br \/><strong>Verzeichnet<\/strong>: Heidingsfelder 1884, S. 49; F\u00fchrer 1932, S. 308; Israel und wir 1966, S. 298; Zacharias, Sylvia 1988, S. 89 Die Synagoge wurde 1842 erbaut und nach einem Brand 1902 mit einem neuen Dachstuhl versehen. Hebr\u00e4ische Inschriften befinden sich im Innen- und Au\u00dfenbe-reich: WIE HEILIG IST DIESE ST\u00c4TTE. HIER IST NICHTS ANDERES DENN GOTTES HAUS UND HIER IST DIE PFORTE DES HIMMELS (Genesis 28,17 und Psalm 118,20). Alte Fenster- und T\u00fcreinteilungen sowie Reste der Innenaus-malung und der Fu\u00dfboden sind erhalten. Die Synagoge wurde schon 1936 an den Konsumverein (heute Raiffeisen) verkauft. 1938 erhielt sie einen Anbau und wurde sp\u00e4ter zum Getreidelager f\u00fcr die Raiffeisengenossenschaft umgebaut. Seit 1997 wird sie als Deutsches Kartoffelmuseum genutzt. Sie ist in ihrer Substanz erhalten und gut restauriert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Synagogen D-F 25.0 Deidesheim, 1 Landkreis Bad D\u00fcrkheim, mittelalterliche Synagoge Die steinerne Synagoge am Markt schenkte der Speyerer Bischof Gerhard von Ehrenberg samt dem dazugeh\u00f6rigen Anwesen und Garten am 26. August 1349 dem Sankt Guidostift in Speyer. 25.1 Deidesheim,2 Landkreis Bad D\u00fcrkheim Im M\u00e4rz 1721 erhielt Samson Samuel von der bisch\u00f6flich-speyerischen Beh\u00f6rde die Erlaubnis, die&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-782","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/782","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=782"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/782\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":900,"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/782\/revisions\/900"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.jkgrp.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=782"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}